An Nutztiere

Genuss-Landesrat ist für Verfütterung von Tiermehl

Tiermehl, zum Beispiel aus Schlachtabfällen erzeugt, wurde vor Jahren aufgrund BSE („Rinderwahn“) zur Verfütterung an Nutztiere verboten. In der EU-Kommission gibt es Bestrebungen, das zu ändern – was von Oberösterreichs agrarischem „Genuss-Landesrat“ ausdrücklich unterstützt wird. Bisher reagierte niemand.
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Tiermehle hergestellt aus Schweine-Teilen sollen wieder an Geflügel verfüttert werden. Im Schweinefutter wiederum sollen Geflügelmehle erlaubt werden. Diese Lockerung verkündete Eric Thévenard von der EU-Kommission im Umweltausschuss des Europaparlaments. Eine Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten sei im April im Ständigen Ausschuss geplant, die Kommission rechne mit einer Zustimmung, so der Experte.

Die Zustimmung des oberösterreichischen Agrarlandesrates hat er schon, wie sich aus einer offiziellen Aussendung mit dem Titel „LR Hiegelsberger: Verantwortungsvolle Nutzung von Tiermehl wieder ermöglichen“ ergibt. Er begrüße die auf europäischer Ebene andiskutierte Öffnung der Verwendung von Tiermehl in der Nutztierfütterung, Im O-Ton: „Tiermehl ist ein streng kontrollierter und äußerst wertvoller Rohstoff. Es ist lang an der Zeit, das infolge des Auftretens von BSE erfolgte Verfütterungsverbot neu zu diskutieren.“

„Eine Schlüsselfrage“
Hiegelsberger weiter: „Für Oberösterreich als Tierhaltungsland Nummer Eins ist das eine Schlüsselfrage hin zu einer noch umweltverträglicheren und klimaschonenderen Landwirtschaft.“ Seine Aussendung ist schon eine Woche alt. Reagiert hat darauf niemand.

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