Mit welchen Erwartungen schauen die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher aus dieser quälenden Pandemie in die Zukunft? Je weiter sie vorausblicken, desto mehr wächst die Zuversicht, hat das Linzer IMAS-Institut erhoben. Eine gute Begleitmusik für die Aufräumarbeiten durch die Politik.
Seit zehn Jahren hat das Land Oberösterreich eine Zukunftsakademie, die sagt, wo die Trends langgehen. Ein Jubiläum, das von LH Thomas Stelzer und Leiter Johann Lefenda mit einer Umfrage über die Erwartungen der Landesbürger selbst begangen wird. IMAS-Chefforscher Paul Eiselsberg präsentiert die Ergebnisse: Die Bindung zu Oberösterreich ist hoch: 89 Prozent leben sehr gerne hier, ein Prozent wäre lieber woanders.
Stabiler Industriestandort
Je weiter in die Zukunft geblickt wird, desto zuversichtlicher wird die Einstellung. Das liegt vor allem an den vielen Optimisten, dem stabilen, guten Industriestandort und daran, dass Oberösterreich einfach gut aufgestellt sei. Knapp die Hälfte rechnet dabei damit, dass erst 2023 oder später die wirtschaftliche Erholung stark greifen wird.
Alltag nach Corona
Das heißt nicht, dass die Menschen erwarten, dass nach der Pandemie wieder alles so sein wird wie vorher: Ein Drittel glaubt, dass sich unser Alltag durch die Corona-Krise stark verändern wird, weitere 46 Prozent meinen „eher stark“. Mit „Alltag“ ist „die Art wie wir leben, einkaufen, arbeiten und denken“ gemeint.
49 Prozent der Oberösterreicher verbinden mit ,Zukunft‘ eher positive Aspekte, nur sechs Prozent negative.
IMAS-Chefforscher Paul Eiselsberg, selber ein Optimist
Jedenfalls sollten junge Menschen in OÖ bleiben oder nach dem Studium wieder zurückkehren: 34 Prozent der Leute glauben, dass in sieben bis neun Jahren die Jungen im Land ob der Enns bessere Entwicklungschancen haben werden, als in anderen Bundesländern. 55 Prozent sind „neutral“, nur sieben Prozent sehen es hier „eher schlechter“.
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