Seit gut einem Jahr kämpft ganz Tirol gegen Corona - doch in die Landes-Pflegeklinik konnte sich das Virus bisher noch keinen Weg bahnen. Und das trotz einer Vielzahl an Mitarbeitern und Klienten. Der kaufmännische Direktor zeigt sich sehr dankbar.
Aktuell sind 163 Klienten und 200 Mitarbeiter tagtäglich an der Landes-Pflegeklinik Tirol (LPK) in Bewegung und Begegnung – trotzdem fand das Virus seit Beginn der Pandemie keinen Weg in das Haus! Die Einrichtung in Hall ist Teil der Tirol Kliniken und spezialisiert auf Personen mit hohem Pflegeaufwand oder starken Verhaltensauffälligkeiten.
Thomas Peskoller, kaufmännischer Direktor der LPK, zeigt sich dankbar: „Neben dem Augenmerk auf Maßnahmen wie die FFP2-Masken, den Abstand, die Desinfektion und die Händehygiene muss man hervorheben, dass sich die Mitarbeiter offensichtlich auch im privaten Bereich sehr bewusst an alle Vorgaben halten und vorsichtig waren bzw. sind.“
Im ganzen Haus wird auf Testen gesetzt – so konnten drei Coronafälle bei Mitarbeitern vor Dienstantritt erkannt und die Betroffenen abgeschirmt werden – auch einige Tage zuvor waren die Infizierten nicht im Dienst.
Etwa zwei Drittel geimpft
Die Klienten kommen aus allen Altersgruppen und stehen fast zur Gänze unter Erwachsenenvertretung. Die Impfungen wurden mit den Verantwortlichen besprochen, schildert Peskoller: „Alle sind befragt worden und es waren auch einige dabei, die das nicht wollten. Etwas mehr als 60 Prozent wurden geimpft.“ Auch die Zweitimpfungen sind bereits abgeschlossen. Bei den Mitarbeitern ist der Impfprozess derzeit noch im Gange.
Sollte das Virus doch noch reinkommen, gibt es einen ausgefeilten Krisenplan. Wir hoffen aber, dass sich weiterhin alle so gut an die Maßnahmen halten.
Thomas Peskoller, kaufm. Direktor LPK
Den verantwortungsvollen und geduldigen Angehörigen gegenüber zeigt man sich ebenfalls sehr dankbar - teilweise waren Besuche komplett untersagt, inzwischen sind sie zumindest zweimal pro Woche mit telefonischer Vereinbarung sowie Test und Maske erlaubt. Verlassen Klienten die Einrichtung über einen längeren Zeitraum, wird je nach Dauer der Abwesenheit bei der Rückkehr ein Schnell- oder PCR-Test angeboten. Peskoller verweist noch einmal auf die erfolgreiche Strategie: „Vertrauen ist gut, aber Testen ist besser.“
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