„Unsere Mitarbeiter sind erschöpft. Es ist eine letzte Kraftanstrengung, die wir nur schaffen, wenn nichts Schlimmeres daherkommt“, fasst der Tennengauer Bezirkshauptmann Helmut Fürst die aktuelle Situation in seiner Behörde zusammen. Tausende Anträge gilt es derzeit abzuarbeiten – im Idealfall soll der Großteil in drei Monaten erledigt sein. Schneller ginge es nicht, denn die Bezirkshauptmannschaften sind mehrfachbelastet. Je nach Anzahl der Infektionsfälle sind zehn bis zwanzig Mitarbeiter in den Bezirksbehörden regelmäßig mit der Nachverfolgung von Kontaktpersonen beschäftigt. „Und nebenbei läuft das Hauptgeschäft weiter. Wir bemühen uns nach Kräften“, sagt Fürst.
Landes-Team nimmt Bezirken ein Drittel ab
Verschnaufpause gab es seit dem Herbst keine und ist auch nicht in Sicht. Mit steigenden Infektionszahlen steht Salzburg am Anfang der dritten Welle. Derzeit seien die Fälle im Bundesland noch gut bewältigbar. Das zentrale Covid-Board des Landes mit seinen 42 Mitarbeitern nimmt den Bezirken gut ein Drittel der Fälle ab. Eine Personalaufstockung ist allerdings nicht geplant. „Wir bereiten gerade vor, wieder die Gemeindebediensteten ins Contact-Tracing einzubinden“, erklärt Krisenstabsleiter Markus Kurcz. Insgesamt wurden von der Gesundheitsbehörde 564 Gemeindetracer zusätzlich bestellt.
Fürst freut sich zwar über Unterstützung aus den Gemeinden, die könnten aber nur einen Bruchteil abfedern, weil sie nicht an das EDV-System der Behörde angebunden seien. Neue Mitarbeiter müssten erst wieder mühsam eingearbeitet werden.
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