23.03.2021 08:46 |

MNS im Labor getestet

FFP2-Masken: Nur Nichttragen gesundheitsgefährdend

Gibt es Unterschiede zwischen FFP2-Masken aus China und jenen aus Österreich? Geht von dem Mund-Nasen-Schutz eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffe aus? Mit zahlreichen Anfragen dieser Art wurde die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000, nicht zuletzt nach der Hygiene-Austria-Causa, konfrontiert - und hat die Masken deshalb genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erfreulich.

Hauptaugenmerk legte man bei der Untersuchung der FFP2-Masken auf mögliche Inhaltsstoffe in Form von Weichmachern, Schwermetallen, Formaldehyd, Chlorparaffine und andere. Insbesondere jene Masken, die im Lebensmittelhandel erhältlich sind, wurden genau unter die Lupe genommen.

„Viele fühlen sich nicht ausreichend informiert“
„Besonders seit Zweifel in Bezug auf die tatsächliche Herkunft der von Hygiene Austria vertriebenen Masken aufgetaucht sind, erreichten uns viele Anfragen“, berichtete Dagmar Gordon, Leiterin der Abteilung für Biodiversität, Landwirtschaft, Ernährung und Chemie bei Gobal 2000. „Viele Menschen fühlen sich nicht ausreichend informiert. Wir haben also Masken der am häufigsten vertretenen Marken gekauft und diese ins Labor geschickt.“ Außer der in Österreich produzierten Hygiene Austria Maske stammten alle untersuchten Artikel aus China.

Alle Masken unbedenklich
Das Ergebnis: Alle Proben waren frei von den erwähnten Schadstoffen: „Zum Glück ergaben unsere Untersuchungen, dass keine der Masken Weichmacher, Formaldehyd, flüchtige organische Substanzen oder Polyzyklische Kohlenwasserstoffe enthielt“, fasste Waltraud Novak, Chemikalien-Expertin der NGO die Ergebnisse zusammen.
Nur in zwei Masken wurde Nickel in Spuren gefunden, jedoch um eine Zehnerpotenz unter dem Oeko-Tex-Standard, der Hautverträglichkeit von Textilien prüft.

„Wir wollen mit diesem Test einen weiteren Beitrag zur Bevölkerungsgesundheit leisten und wissenschaftliche Aufklärung bieten. Das Tragen handelsüblicher FFP2-Masken ist nicht gesundheitsgefährdend - das Verweigern des Maskentragens aber sehr wohl“, so Gordons Fazit.

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