20.03.2021 12:37 |

Hirnblutung

Auch in Dänemark Toter nach AstraZeneca-Impfung

In Dänemark sind nach einer AstraZeneca-Impfung Behördenangaben zufolge bei zwei Krankenhausmitarbeitern Blutgerinnsel und Hirnblutungen aufgetreten. Eine der betroffenen Personen sei gestorben, teilt die für öffentliche Kliniken in Kopenhagen zuständige Behörde mit. Beide Krankenhausmitarbeiter seien weniger als 14 Tage nach ihrer Impfung krank geworden. In Österreich sorgt derzeit ein ähnlicher Fall für Schlagzeilen, nachdem eine 49 Jahre alte Krankenpflegerin aus Zwettl war nach ihrer Impfung an einer Hirnthrombose verstorben war.

Die dänische Arzneimittelaufsicht bestätigte, dass ihr zwei schwere Fälle gemeldet worden seien, nannte jedoch keine weiteren Details. Dänemark hatte bereits vor einer Woche Impfungen mit AstraZeneca nach Berichten über „schwere Fälle der Bildung von Blutgerinnseln“ bei Geimpften für zunächst 14 Tage ausgesetzt. Bisher sei noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gibt, so Gesundheitsminister Magnus Heunicke damals auf Twitter.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte dagegen am Donnerstag erklärt, sie sehe den Impfstoff weiter als sicher an. Zwar könne ein Zusammenhang zwischen einer Impfung und sehr seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nicht definitiv ausgeschlossen werden, man sei jedoch weiterhin der Ansicht, dass die Vorteile des Vakzins die Risiken überwögen. „Dieser Impfstoff ist sicher und effektiv beim Schutz gegen Covid-19“, so EMA-Direktorin Emer Cooke.

Dänemark: Zehn Fälle von schweren Blutgerinnseln
In Dänemark werden den Angaben zufolge derzeit zehn Fälle von schweren Blutgerinnseln nach AstraZeneca-Impfungen untersucht, darunter ein Todesfall. Insgesamt erhielten mehr als 140.000 Dänen das Vakzin.

Krankenpflegerin in Niederösterreich verstorben
Der Tod jener Krankenpflegerin des Landesklinikums Zwettl mehrere Tage nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca scheint mittlerweile geklärt. Im Körper der 49-Jährigen soll es zu einer sehr seltenen Reaktion gekommen sein, die Thrombosen auslöst. Deutsche Forscher halten einen bestimmten Mechanismus für die Ursache.

Quelle: APA/Reuters

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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