Die Salzburger Landeskliniken bereiten sich auf das vor, was bald kommen dürfte: Die dritte Welle. Stationen werden umgesiedelt und Termine für Routine-Operationen in andere Krankenhäuser ausgelagert. Kurz: Die Salk machen Kapazitäten frei. Eine Bevölkerungsgruppe betrifft das aber dank der Impfung kaum mehr.
In den nächsten Wochen werden sich die Krankenhausbetten wieder mit Covid-Patienten füllen – einige davon werden sogar auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Davon gehen zumindest die Mitglieder des Krisenstabes der Salzburger Landeskliniken aus. „Die Zahlen der Intensivpatienten hat sich in zwei Wochen fast verdoppelt“, hieß es dazu von den Salk. Im hauseigenen Stufenplan wurde die Stufe 3A erreicht.
Das bedeutet im Detail: Stationen werden zusammengelegt oder geschlossen, Reservebetten werden freigemacht und in den OP-Sälen ist weniger Platz für Routine-Eingriffe. Auch das Krankenhaus St. Veit, das bei Knappheit Patienten vom Landeskrankenhaus übernimmt, stockt nun Kapazitäten auf.
Im Moment liegen 96 Covid-Patienten im Krankenhaus, 20 davon werden auf einer Intensivstation betreut. Covid-Intensivstationen gibt es im Landeskrankenhaus und im Krankenhaus Schwarzach.
Dadurch, dass Covid-Patienten mehr Personal in Anspruch nehmen, sind von den 30 Operationssälen jetzt nur mehr 22 in Betrieb. So entstehen längere Wartezeiten auf geplante OPs, viele Eingriffe werden auch auf andere Krankenhäuser ausgelagert.
Gefahr scheint für die Senioren gebannt
Zumindest eine gute Nachricht gibt es: Die Impfung scheint die ersten Früchte zu tragen. So gab es von März 2020 bis Ende Februar 2021 mehr als 1200 Covid-Ansteckungen in den Seniorenwohnhäusern. Dabei sind 241 gestorben. Seit Anfang März haben sich nur drei Senioren in Altenheimen infiziert.
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