Der eine Arzt schaut durch die Finger, der andere hat so viele Dosen, dass er Leute von der Straße zum Impfen in seine Praxis bittet!
Ich habe meine Ordination frühzeitig als Impfstation angemeldet. Vor etwa drei Wochen wurde ich trotz vorheriger Zusage überraschend vertröstet. Nach einer dreiwöchigen Funkstille wurde mir dann lapidar mitgeteilt, dass es für unsere 2600 Einwohner bis auf Weiteres keinen Impfstoff gibt“, schildert Gemeindearzt Dr. Eduard Zeller aus Hofstetten-Grünau im Pielachtal.
Sein Blutdruck stieg, als ihm eine Impfposse aus dem benachbarten Traisental zu Ohren kam: „Während ich mich Tag für Tag für die Nichtzuteilung rechtfertigen muss, obwohl ich mehr als genug Risikopatienten habe, wurde dort über Kollegen das Füllhorn ausgeschüttet.“ Was Zeller besonders ärgert: Einer der Praktiker hatte offenbar so viele Dosen zu viel, dass er Mitarbeiterinnen seiner Ordi auf die Straße schickte, um vorbeifahrende Autofahrer zu stoppen und ihnen Impfungen anzubieten - empörendes Chaos pur."
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