"Flüsse aus Feuer"
Mindestens 28 Tote bei Explosion von Pipeline in Mexiko
"Eine kriminelle Bande hat die Leitung angezapft", sagte Pueblas Innenminister Valentin Meneses. "Wegen des hohen Drucks in der Leitung strömte das Öl unkontrolliert aus. Das Öl floss in die Straßen, dann gab es eine Explosion und auf einmal zogen Feuerbälle durch die Straßen." Experten des staatlichen Ölkonzerns Pemex trafen vor Ort ein, um die Ermittlungen zu den Ursachen zu unterstützen.
Wohngebiet weitgehend zerstört
Nach Angaben des mexikanischen Innenministers Francisco Blake ist das Wohngebiet im Radius von drei Kilometern weitgehend zerstört. Unter den Toten sind demnach zwölf Kinder und Jugendliche. Doch könne sich die Zahl der Opfer weiter erhöhen. Hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
Auch Stunden nach der Explosion am frühen Sonntagmorgen bot der betroffene Stadtteil ein apokalyptisches Bild. Dutzende Häuser und Autos waren komplett ausgebrannt, die Straßen von einer immer noch rauchenden Schicht verbrannten Öls bedeckt. Die Behörden befürchteten, dass ein Teil des Öls in einen nahe gelegenen Fluss gelangt sein könnte.
Pipelines immer wieder angezapft
Nach Angaben der Einwohner zapfen kriminelle Banden in der Region immer wieder Pipelines an, um das erbeutete Öl dann an Lastwagenfahrer zu verkaufen. Den Behörden zufolge hat sich der Öldiebstahl in den vergangenen Jahren vervielfacht. Die jährlichen Verluste schätzen sie auf rund 800 Millionen Dollar.
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