Au Backe! Mit einer Schussverletzung am Gesäß wurde ein Mann in ein Wiener Spital eingeliefert. Wie es dazu kam, wollte er vertuschen. Die Polizei konnte den Vorfall aber in den niederösterreichischen Bezirk Baden zurückverfolgen und aufklären.
„Ich habe mich mit meiner eigenen, legalen Pistole zu Hause selbst verletzt“, tischte der 50-Jährige aus der Bundeshauptstadt den Beamten des Landeskriminalamts Wien auf, die aufgrund der Schussverletzung vom Spital alarmiert worden waren. Doch die erfahrenen Ermittlern glaubten ihm nicht – das Verletzungsbild passte nicht zu den Schilderungen, die noch dazu teilweise nicht schlüssig waren. Also befragten sie auch den 46-jährigen Bruder des Verletzten, der ihn ins Spital gebracht hatte. Und dessen Aussage brachte die – kuriose wie gefährliche – wahre Geschichte ans Tageslicht.
Er selbst hatte nämlich zu Hause im Raum Leobersdorf, Bezirk Baden, mit seiner illegalen Pistole – sogar die Waffennummer war unkenntlich gemacht – hantiert. Beim Versuch, sie in den Holster des Bruders zu stecken, soll sich dann aber ein Schuss gelöst und den 50-Jährigen am Hinterteil getroffen haben.
Bei der Nachschau durch niederösterreichische Beamte, die den Fall dann von ihren Wiener Kollegen übernommen hatten, fanden die Kriminalisten nicht nur diese verbotene Waffe, sondern weitere: eine illegale Pump-Gun und verschiedenste Munitionsteile.
In der Wohnung des Wieners wurde dann auch noch dessen eingangs erwähnte, legale Waffe sichergestellt. Gegen die beiden Brüder wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Außerdem wurden sie bei der Staatsanwaltschaft sowie der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.
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