"Der Brunnenkogel ist die höchste Messstation der gesamten EU", weiß Wettertechniker Thomas Leitner von der Wetterwarte Innsbruck, der die Daten für die "Tiroler Krone" erhob: "Bei der Messung von minus 27 Grad wehte ein Wind mit rund 15 km/h - das fühlt sich auf der Haut wie minus 37,7 Grad an." Der Temperatur vom Brunnenkogel am nächsten kam der nur wenig entfernte Pitztaler Gletscher mit minus 23,0 Grad. Bei den Orten "siegte" Obergurgl mit minus 15,2 Grad - der Tageshöchstwert dort erreichte am Dienstag sehr kalte minus 13,0 Grad. Hier noch die weiteren Tiefstwerte von: Ehrwald -14,5°, Gerlos -14,2°, Seefeld -14,0°, Achenkirch -13,8°, Tannheim -13,7°, Schmirn -13,2 und zum Vergleich Innsbruck -8,7°.
"Polare Kaltluft, die direkt nach Tirol einströmt, ist für diese Kältewelle verantwortlich", klärt Leitner auf, der auch einen Blick in die nahe Zukunft wirft: "Diese Woche bleibt bitterkalt, wobei es wiederum etwas Neuschnee geben kann, diesen vor allem im Unterland."
Längerfristige Prognosen sind bei Meteorologen äußerst unbeliebt und werden deshalb gerne gemieden. Ein sehr vager Blick in die etwas fernere Zukunft mit den Weihnachtsfeiertagen zeigt jedoch an, dass die polare Kaltluft durch eine deutlich mildere Westströmung abgelöst wird. Diese zählt zu den sogenannten Wetter-Singularitäten, die alljährlich fast immer zur gleichen Zeit auftreten. Dazu zählen neben den Eisheiligen die Schafskälte, die Hundstage, der Altweibersommer und leider auch das gefürchtete Weihnachtstauwetter…
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
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