26.02.2021 05:00 |

Schlau essen

Futter für die „grauen Zellen“

Richtige Nahrung macht uns nicht nur schlank, sondern auch gescheit - und das bis ins hohe Alter. Lesen Sie, worauf Sie bei Ihrer Gehirnnahrung achten sollten! Zuviel Zucker ist jedenfalls eher schädlich.

Bereits vor der Geburt werden mit der mütterlichen Ernährung die Weichen für die Leistungsfähigkeit unseres Denkorgans gestellt. Vitamin B9 (Folsäure), Eiweiß, Eisen, Vitamin D, Kalzium, Iod, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12 sind für die Entwicklung des kindlichen Gehirns unentbehrlich und unterstützen Teilung sowie Wachstum von Zellen.

„Mamas“ Zuckerkonsum schadet Ungeborenem
Hingegen wirken sich viel Fett, Kohlenhydrate, Zucker, Limonaden und stark verarbeitete industrielle Lebensmittel negativ aus, wie Neurowissenschafterin Dr. Manuela Macedonia in ihrem Buch „Iss dich klug“ (Buchtipp rechts), erklärt. Die Nahrung des Kindes in den ersten Lebensjahren beeinflusst die Besiedelung der Darmflora (Mikrobiom) mit Milliarden von Bakterien, Pilzen und Viren. Studien zeigen, dass sich ein gesundes, aus unterschiedlichen Darmbewohnern bestehendes Mikrobiom wesentlich auf die geistigen Fähigkeiten auswirkt und darauf, wie gut der Nachwuchs lernt. Hochwertige, ballaststoff- und abwechslungsreiche Lebensmittel sowie Milchprodukte sind für Heranwachsende wichtig.

Den Prozess des Alterns verzögern
Ab dem 20. Lebensjahr beginnt das Gehirn, vor allem der Hippocampus (unser „Arbeitsspeicher“) zu schrumpfen. Es wird immer schwieriger, neue Information zu speichern. Früher ging man davon aus, der Mensch werde mit einer gewissen Anzahl von Gehirnzellen geboren, die im Lauf des Lebens abnehme. Mittlerweile kam die Neurowissenschaft zu dem Schluss, dass im menschlichen Gehirn - und zwar im Hippocampus - ein Leben lang neue Zellen entstehen. Als Stammzellen wandern sie durch unsere „Denkzentrale“, bis sie jene Regionen erreichen, in denen sie gebraucht werden. Wir können das Altern nicht aufhalten, aber verzögern. Durch Bewegung und entsprechende Ernährung.

Ein hoher Anteil an Polyphenolen (sekundäre Pflanzenstoffen) - etwa in mediterraner Kost - baut schädliche Freie Radikale ab, begünstigt die Dehnbarkeit sowie Entstehung neuer Blutgefäße (Angiogenese), hemmt Entzündungen und regt die Produktion neuer Zellen an - auch im Gehirn. Viel grünes und orangefarbenes Gemüse, Obst (Zitrusfrüchte, Äpfel), Beeren, Hülsenfrüchte, Nüsse, Eier, Innereien, Milchprodukte, Fische aus kalten Gewässern (Omega-3-Fettsäuren) sowie Kakaobohnen halten Körper und Geist länger fit und sorgen für ein besseres Gedächtnis.

Buchempfehlung: „Iss dich klug“

Dr. Manuela Macedonia erklärt, wie die richtige Ernährung unser Gehirn leistungsfähig macht - und zwar bereits vor der Zeugung bis ins hohe Alter: „Iss dich klug“, Ecowin-Verlag, ISBN-13 9783711002723

Regina Modl
Regina Modl
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