Ursache rätselhaft
Drei Tote nach Wohnhausexplosion nahe Köln
Die Feuerwehrleute hatten bis zum Schluss gehofft, auch die Zehnjährige lebend zu bergen - vielleicht hatte sich im Schutt ja ein Hohlraum gebildet. Aber am Abend musste Feuerwehrsprecher Andreas Kreutz nach Fund eines leblosen Körpers berichten: "Es ist definitiv das vermisste Mädchen - tot."
Wenigstens ein Erfolg gab den Helfern Auftrieb. Am Samstagabend war es den Feuerwehrleuten unter Einsatz ihres Lebens gelungen, den zwölf Jahre alten Burschen mit den Händen aus dem Schutt zu graben. Er hatte nur leichte Verletzungen davongetragen.
Unglücksursache nach wie vor unklar
Die Unglücksursache ist nach wie vor unklar; eine Gasbelastung wurde unmittelbar nach dem Unglück nicht gemessen. Fest steht nur, dass es eine heftige Druckexplosion gegeben hat. Alles, was derzeit an möglichen Ursachen genannt werde, sei reine Spekulation, betonte ein Polizeisprecher.
Nach Augenzeugenberichten hatte es am Samstagabend einen lauten Knall gegeben. Als die Nachbarn daraufhin aus dem Fenster sahen, war die Doppelhaushälfte schon eingestürzt. Die Straße davor lag voller Trümmer.
Haus bis Sonntagabend komplett abgetragen
Am frühen Sonntagmorgen begann die Feuerwehr, den Schutt abzutragen. "Wir können jetzt nur noch Bagger einsetzen. Weiter mit den Händen zu arbeiten, wäre viel zu gefährlich", schilderte Feuerwehrsprecher Josef Uhlhaas die Lage. Der Gebäudeteil, der noch stand, war stark einsturzgefährdet und wurde am Nachmittag abgerissen. Lastwagen transportierten die Trümmer ab - am Sonntagabend war das gesamte Haus verschwunden.
Der Mann war zum Zeitpunkt der Explosion vermutlich im Keller, die Frau stürzte hinab. Beide waren sofort tot. Ein 15 Jahre alter Sohn hatte Glück: Er war zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht zu Hause. Nach Angaben der Polizei war der Mann der Vater der drei Kinder. Die Frau war seine Lebensgefährtin, aber nicht die Mutter seiner Kinder.
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