25.02.2021 06:01 |

Österreicher abgezockt

Bitcoin-Betrug: Attentat auf „Wolf-Komplizen“

Der Millionen-Anlagebetrugs-Krimi rund um den „Wolf von Sofia“ mit 1300 Opfern allein in Österreich - die „Krone“ berichtete - ist um ein Kapitel reicher: Nachdem das Gericht in Wien den israelischen Kopf des Netzwerks jüngst zu vier Jahren Gefängnis verurteilt hatte, entging nun einer seiner mutmaßlichen Komplizen in Serbien nur knapp einem Schussattentat.

Wildwest-Szenen in Belgrads Innenstadt: Ein Attentäter springt aus einem Wagen und feuert auf offener Straße fünf Schüsse ab. Zielperson des Anschlags: Marko V. - seines Zeichens ein von Österreichs Justiz als Verdächtiger geführter Anwalt.

Leibwächter schwer verletzt
Er soll im Dienste des im Herbst in Wien verurteilten „Wolfs von Sofia“ gestanden sein, der mit seinem Bitcoin-Betrugs-Netzwerk (wie ausführlich berichtet) allein in Österreich 1300 Opfer um 2,6 Millionen Euro geprellt haben soll. Marko V. überlebte das Attentat - sein Leibwächter fing für ihn die Kugeln ab und landete schwer verletzt im Spital.

Während Kriminalisten kaum Zweifel daran haben, dass der Anschlag mit den noch laufenden rot-weiß-roten Ermittlungen zu tun hat, sieht das davongekommene Opfer die Sache völlig anders. Er habe mit dem internationalen Millionenbetrug und dem Kartell seines israelischen Ex-Partners nichts zu tun - demnach könne er sich auch nicht erklären, weshalb auf ihn geschossen wurde.

Und auch der jüngst gefasste Attentäter liefert kein Motiv - er schweigt bis dato wie ein Grab. Zufall?

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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