Bald mehr Boxen:

Raser sollen das Budget sanieren

Die finanziellen Folgen der Corona-Krise machen erfinderisch: Immer mehr Gemeinden spielen mit dem Gedanken, durch den Kauf von Radarboxen zusätzliche Einnahmen zu erzielen. In Melk gilt dies bereits als fix, andere könnten folgen. Aber: Ganz so leicht geht das Aufstellen der Messgeräte nicht, der Standort muss im Sinne der Verkehrssicherheit begründet und geprüft werden.

Tulln hat es im vergangenen Jahr vorgemacht, Melk wird heuer folgen und Gemeinden wie Groß-Enzersdorf im Bezirk Gänserndorf oder Traiskirchen im Bezirk Baden denken lautstark darüber nach: Die Zahl der Radargeräte in Niederösterreich könnte in den kommenden Monaten stark anwachsen. Die Idee dahinter: Raser sollen ihren Beitrag leisten, Geld in die angeschlagenen Haushaltskassen zu spülen. In Melk beispielsweise ist der Kauf von Radarboxen Teil des Konsolidierungspakets, das 2020 erarbeitet worden ist.

Doch der Weg zum eigenen Messgerät ist mitunter holprig, denn die Gemeinden können das Aufstellen nicht selbst entscheiden, der Standort muss zuvor geprüft und von der Behörde abgesegnet werden. Monetäre Argumente sind dabei nebensächlich. Viel mehr soll eine Radarbox nur die letzte Möglichkeit sein, eine Gefahrenstelle zu entschärfen. Betrieben und ausgewertet werden die Geräte dann von der Polizei.

Auf den meist am stärksten befahrenen Bundes- oder Landesstraßen wird man gemeindeeigene Radarboxen aber wohl kaum sehen. Denn die Einnahmen gehen immer zum größten Teil an den Straßenerhalter, bei Geräten auf diesen Straßen würde die Gemeinde also keinen Cent sehen

Thomas Werth
Thomas Werth
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