Heftiger Streit

Einsatz in Schwendau: Rumäne (19) bedrohte Mutter

Tirol
20.02.2021 08:00

Zu einem Großeinsatz der Polizei kam es am Donnerstag in Schwendau im Zillertal. Eine Mutter hatte Alarm geschlagen, weil ihr 19-jähriger Sohn sie angeblich mit einem Messer bedroht habe. Wie sich herausstellte, handelte es sich allerdings „nur“ um einen verbalen Streit. Laut Polizei sei die Familie bereits amtsbekannt, da es schon öfter ähnliche Auseinandersetzungen gegeben habe...

Immer wieder kommt es zu Streitereien in Familien, die zum Teil auch vor Gericht landen, weil Waffen im Spiel sind. Die angespannte Situation wegen Corona dürfte mit ein Grund dafür sein. Gegen 16.30 Uhr kam es nun am Donnerstag in Schwendau zu einem Großaufgebot der Polizei, die mit sechs Fahrzeugen ausrückte. Aufgrund der Meldung, dass ein Messer im Spiel sei, machten sich auch zwei Rettungsautos auf den Weg zum Ort des Geschehens.

Heftiger verbaler Streit
Wie sich herausstellte, „war jedoch kein Messer und auch keine andere Waffe im Spiel“, schildert ein Polizeibeamter im Gespräch mit der „Tiroler Krone“. Stattdessen handelte es sich um einen heftigen verbalen Streit eines 19-jährigen Rumänen mit seiner Mutter, der in der gemeinsamen Wohnung stattgefunden hatte. Andere Gewaltangriffe habe es nicht gegeben.

Familie bei der Polizei bereits amtsbekannt
„In der Familie ist es schon öfters zu einer Auseinandersetzung gekommen. Sie ist schon länger amtsbekannt“, erklärt der Beamte weiter. Grund für die Streitereien seien immer wiederkehrende Probleme des Sohnes mit seiner Arbeitsstätte, den Lehrern in der Berufsschule und seinen Finanzen. Nachdem die Mutter Anzeige erstattet hatte, suchte der 19-Jährige das Weite.

Betretungsverbot über Sohn wurde verhängt
Nach rund zehn Minuten konnte die Exekutive den jungen Mann bei einem nahe gelegenen Fußballplatz ausfindig machen. „Sowohl er als auch die Mutter wurden einvernommen.“ Während die Frau die Aussage verweigerte, „betonte der Sohn, dass alles nicht so schlimm gewesen sei“.

Über den 19-Jährigen wurde schlussendlich ein Betretungsverbot verhängt. Eine Sachverhaltsdarstellung an das Gericht folgt.

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