Markus Kurcz:

„Es gibt keinen Plan auf Knopfdruck“

Salzburg
18.02.2021 13:00
Katastrophenschutz-Leiter Markus Kurcz hofft im Kampf gegen die südafrikanische Mutation auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

Gibt es einen Notfallplan für die aktuelle Situation? 

Die Pandemie ändert sich ständig. Da gibt es keinen Plan auf Knopfdruck. Aber wir arbeiten daran und schauen, was wir aus der Situation in Tirol lernen können.

Ist die Eindämmung der südafrikanischen Mutation in Salzburg realistisch?

Durch sorgfältiges Arbeiten konnten wir die zwei aufgetretenen Verdachtsfälle rasch in den Griff bekommen. Unser Ziel ist es, die Ausbreitung so lange es geht hinauszuzögern. Das kann nur gelingen, wenn die Bevölkerung mithilft und sich an die Maßnahmen hält.

Stehen die Chancen jetzt besser als bei der britischen Mutation?

Damals hatten wir noch nicht die Möglichkeit zur Voruntersuchung und mussten relativ lange auf Sequenzierungen aus Wien warten. Bis das Ergebnis kam, war die Hälfte der Quarantäne wieder um.

Das Contact-Tracing wird jetzt verstärkt. Gibt es denn genug Kapazitäten?

Wir haben ein Kern-Team aus rund 200 Mitarbeitern, in Summe sind es fast 800. Wir sind also recht gut dabei.

Werden noch weitere Maßnahmen nötig?

Aktuell ist eine Quarantäne für ganze Orte nicht nötig, aber wir haben solche Pläne in der Schublade.

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