„Lange Trockenperioden verändern das Getreide. Das stellt dann die Lebensmittelproduktion vor völlig neue Aufgaben. Denn unterm Strich soll dasselbe Gebäck rauskommen, so wie es die Kunden erwarten“, sagt einer, der sich auskennen muss. Peter Stallberger ist Geschäftsführer von Goodmills Österreich und ist als solcher für Finis Feinstes oder Farina verantwortlich. Sein Betrieb engagiert sich daher zusammen mit Backmittelerzeugern, Bäckereien und Forschungspartnern im Kooperationsprojekt Klimatech, das die Verarbeitungseigenschaften von unterschiedlichen Getreidesorten untersucht. Was trocken klingt, geht uns aber alle an: Man will herausfinden, welche alternativen Körndln man dem normalen Weizenmehl beimengen kann, ohne die Backeigenschaften zu verändern.
„Die Alternative wäre, Weizen zu importieren, und das will niemand“, ist Agrarlandesrat Stephan Pernkopf überzeugt. Sein für Technologie verantwortlicher Kollege Jochen Danninger: „Unter dem Dach der Ecoplus wird im Lebensmittel Cluster nach heimischen Lösungen gesucht.“
Wie eine „Notlösung“ hilft, Zucker zu sparen
Und ein Weg scheint bereits sehr erfolgversprechend: Denn die Forscher haben in Sorghum, Hirse, Buchweizen und Amaranth nicht nur Ersatz gefunden. Durch die Beimengung kann auch der Zuckergehalt von Feinbackwaren reduziert werden, da Sorghum die Wahrnehmung von Süße im fertigen Produkt verstärkt.
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