Herr Primar Greil, wie kann man gegen die Mutationen vorgehen?
Wir müssen viel schneller sequenzieren – also Proben auf Mutationen hin untersuchen – oder bei PCR-Tests Voruntersuchungen machen. Unser Ziel ist es, innerhalb von 48 Stunden ein zuverlässiges Ergebnis über mögliche Virus-Mutationen zu haben. Bisher dauern die Sequenzierungen viel zu lange, um rechtzeitig zu reagieren. Uns fehlt derzeit der Überblick.
Wie kann man sich den verschaffen?
Es braucht ein Dashboard, in das alle bestätigten Mutationsfälle und auch Verdachtsfälle eingemeldet werden. Das sollen nicht nur die Ärzte und Krankenanstalten einsehen können, sondern – mit anonymisierten Daten – auch die Öffentlichkeit.
Die Salzburger Labors planen ja gemeinsam zu sequenzieren. Ist das eine Kostenfrage?
In Wirklichkeit nicht. Natürlich kostet das was, aber im Vergleich zu dem teuren Schaden der Krise überwiegt der Nutzen.
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