Die britische Coronavirus-Mutation ist bisher die einzige, die in Salzburg aufgetaucht ist. 33 Fälle wurden bereits bestätigt. Die meisten davon gibt es im Pongau (21). Doch konkrete Verdachtsfälle gab es bereits vor Wochen – die Bestätigung der Sequenzierung ließ lange auf sich warten. Zu lange, betonen Experten. In Salzburgs Laboratorien wird daher schon seit sechs Wochen jede positive Corona-Probe auf Mutationen hin voruntersucht – das Ergebnis liegt nach gut 24 Stunden vor. Georg Mustafa findet in seinem Labor bereits in mehr als jeder zehnten Probe Hinweise auf die britische Mutation.
Am Montag wird zur Sequenzierung beraten
Um Virus-Varianten rasch aufzuspüren reiche in der Regel eine PCR-Untersuchung aus. „Man sollte aber immer wieder Stichproben auch sequenzieren“, betont Mustafa. Derzeit laufen die Analysen über die Agentur für Gesundheit (AGES) in Wien – und dauern bis zu mehreren Wochen.
Mustafa und weitere Salzburger Labor-Chefs wollen dazu ihre Kräfte bündeln, um künftig selbst solche vollständigen Analysen durchführen zu können. Am Montag steht dazu ein Gespräch zwischen den Labors, den Landeskliniken und dem Land Salzburg an.
Vorbereitungen für weitere Mutationen
Eine Ganzgenom-Sequenzierung werde besonders dann notwendig, wenn sich mehrere andere gefährliche Mutanten entwickeln, betont auch Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz: „Dann können wir rasch reagieren und die Voll-Analysen auch in Salzburg durchführen.“
Der Infektiologe Richard Greil bemüht sich schon länger um diese „Salzburger Allianz“. „Unser Ziel ist es, unabhängig zu sequenzieren und innerhalb von 48 Stunden ein zuverlässiges Ergebnis zu bekommen“, so Greil. Es sei eine Frage der Organisation und Transparenz.
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