Drogenkrieg
Mexiko: 20 Urlauber “aus Versehen” umgebracht
Montemayors Vorgänger Valdez galt als einer der Top-Drogenschmuggler Mexikos. Der US-Bürger soll der Anführer einer Gruppe innerhalb des sogenannten Beltran-Leyva-Kartells gewesen sein. Montemayor habe diese Funktion im August übernommen.
Gemetzel "aus Versehen"
Anfang November waren die Leichen von 20 Touristen in einem Massengrab in der Nähe des mexikanischen Badeortes Acapulco aufgefunden worden. Eine Verbindung zum Drogenkrieg wurde vermutet, das Motiv für das Gemetzel war aber unklar. Danach suchten die Ermittler offenbar auch vergeblich: Denn wie Montemayor den Behörden jetzt erklärte, gab es kein Motiv für das Massaker. Seine Leute hätten die Gruppe für Mitglieder eines rivalisierenden Kartells gehalten und sie "erledigt".
Die bewaffneten Schergen Montemayors, die laut dem 38-Jährigen allerdings nicht unter seinem Kommando gestanden hätten, haben die einheimische Touristengruppe am 30. September verschleppt, erschossen und ihre Leichen verscharrt. Der Bundesstaat Michoacan, aus dem die Gruppe kam, gilt als Hochburg des Drogenkartells "La Familia", mit dem der Beltran-Leyva-Clan verfeindet ist.
28.000 Tote seit 2006
Auch Acapulco war in den vergangenen Monaten wiederholt Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden mexikanischen Drogenbanden. Immer wieder werden in Mexiko Massengräber entdeckt, in denen Opfer des blutigen Drogenkrieges verscharrt werden. Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderon Ende 2006 sind bei dem Drogenkrieg in Mexiko bereits mehr als 28.000 Menschen ums Leben gekommen.
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