"Der Bergtod ist männlich", sagt Karl Gabl, Präsident des Kuratoriums für alpine Sicherheit: "Von den 155 Opfern in Österreich waren 131 Männer, das sind rund 85 Prozent. Noch wesentlich krasser ist die Situation bei Herz-Kreislauf-Opfern: Hier sind sogar 93 Prozent Männer. Frauen haben scheinbar das bessere Herz."
Norbert Zobl, Chef der Alpinpolizei Tirols, sieht bei 57 Bergtoten in Tirol nichts Außergewöhnliches, es sei ein durchschnittlicher Sommer gewesen und vergleicht: "2008 haben wir 65 Todesopfer und im Vorjahr 52 gezählt. Nur zum Vergleich: Im gesamten Jahr sterben auf Tirols Straßen 35 Menschen. Die Ursache für die Todesstürze sind hauptsächlich Stolpern und Ausrutschen. Viele der Unfälle passieren am Nachmittag: Da sind die Bergwanderer bereits müde und unaufmerksamer. Schlechte Ausrüstung als Ursache gibt es eigentlich nicht mehr."
Wieviele sind's im Winter?
Stichwort Ausrüstung: Hier blickt Peter Veider von der Bergrettung Tirol bereits in die kommende Skitourensaison. Er appelliert an alle Bergsteiger: "Ohne Standardausrüstung mit Verschütteten-Suchgerät, Sonde und Schaufel sollte niemand auf Tour gehen. Die Kameradenrettung ist das beste Mittel, um einem Lawinenopfer das Leben zu retten, innerhalb der ersten 15 Minuten gibt es die größte Überlebenschance. Wir Bergretter holen alle raus aus der Lawine, die meisten aber tot. Vor der Saison sollte sich jeder mit dem Gerät vertraut und eine Suchübung machen." Bei den Lawinentoten des vergangenen Winters hatten rund 35 Prozent kein rettendes Verschütteten-Suchgerät getragen…
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