15.01.2021 05:50 |

Digitalisierungs-Boom

IT-Fachkräftemangel spitzt sich laut WKÖ weiter zu

Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr das Geschäft von IT-Firmen und Beratern kräftig angekurbelt und laut WKÖ-Fachverbandsobmann Alfred Harl einen regelrechten „Digitalisierungs-Boom ausgelöst“. Der IT-Fachkräftemangel habe sich deswegen in Österreich weiter zugespitzt, kritisierte Harl am Donnerstag und forderte dementsprechende Gegenmaßnahmen von der Regierung. Insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Cybersecurity bestehe noch „viel Handlungsbedarf“.

Harls Stellvertreter, Martin Zandonella, schätzt den IT-Fachkräftemangel auf durchschnittlich 24.000 Personen in Österreich, davon allein 10.000 im Bereich Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie. In fünf Jahren könnten bis zu 30.000 IT-Fachkräfte fehlen, erwartet Zandonella. Durch die fehlenden Arbeitskräfte würde ein Wertschöpfungsverlust in Milliardenhöhe entstehen.

Förderung von klein auf
Der WKÖ-Vertreter fordert daher Maßnahmen der Regierung gegen den IT-Fachkräftemangel. Fachhochschulen und Universitäten sollten im Bereich IT-Ausbildung mehr öffentliche Gelder erhalten und die teilweise hohe Drop-out-Quote bei den Studierenden müsse gesenkt werden. Außerdem sei ein umfassender Informatik-Unterricht in den AHS-Schulen notwendig und IT-Themen sollten auch schon im Kindergarten behandelt werden. Ohne diese Maßnahmen werde man nicht die nötigen Fachkräfte haben.

Zwei positive Signale sieht Zandonella aber: Das Interesse an IT-Berufen bei jungen Menschen sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und die mit 700 Millionen Euro dotierte Corona-Joboffensive der Regierung werde auch viele IT-Weiterbildungen fördern.

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