07.01.2021 07:01 |

Politik unter Druck

Virus-Chaos in Salzburg immer schlimmer

Angesichts unerklärlich hoher Infektionszahlen gerät die Salzburger Landespolitik zunehmend unter Druck. Lockdown und die langsame Impf-Strategie des Bundes können den Negativ-Trend nicht stoppen. Jetzt reagiert das Land mit einem provisorischen Gratis-Testangebot. Der Aufwand wird dabei auf die Freiwilligen abgewälzt.

Unter einem enormen Aufwand organisierte das Rote Kreuz bisher die Gratis-Schnelltests in den Bezirken. Rund 1200 Mitarbeiter waren an den zwölf Testtagen im Einsatz, Unterstützung gab es von Samariter-Bund und Malteser Hospitaldienst. Bei den ursprünglich für Mitte Jänner geplanten Massentests wären wieder die Gemeinden für die Organisation verantwortlich gewesen. Am Montag entschied Landeshauptmann Wilfried Haslauer aber, die Massentests abzublasen. Stattdessen solle das permanente Gratis-Angebot in den Bezirken verlängert werden.

Überrumpelt davon waren laut „Krone“-Informationen viele Mitglieder des Roten Kreuzes. Wie die Gratis-Schnelltests gestemmt werden sollen, steht noch nicht fest. Beim Roten Kreuz spricht man von „internen Umschichtungen“. Hinter vorgehaltener Hand ist von befristeten Neuanstellungen die Rede. „Nur mit Freiwilligen werden die Tests nicht abdeckbar sein“, meint auch der Halleiner Rettungskommandant Peter Steiner.

Ob und wie das Testpersonal entschädigt wird, weiß niemand der Beteiligten. Der Einsatz dürfte aber billiger kommen als Überstunden-Zahlungen für Gemeinde-Mitarbeiter. Die kostenlosen Tests sollen von Montag bis Freitag über die Bühne gehen. Mit 18. Jänner sollen auch Ärzte, Apotheker und Betriebe mithelfen.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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