29.12.2020 10:37 |

Schock für Helferinnen

AMS streicht Geld nach Job bei Corona-Massentests

Höchst unerfreuliche Folgen gibt es derzeit für zwei Frauen in Kärnten, die bei den Corona-Massentests Mitte Dezember eifrig mitgeholfen hatten: Nicht nur, dass die dafür in Aussicht gestellte Aufwandsentschädigung von 45 Euro pro Stunde bisher nicht ausbezahlt wurde, auch das AMS-Geld wurde den Betroffenen gestrichen.

Laut einem Bericht des Webportals „5 Minuten“ hätten die Frauen - eine stammt aus dem Bezirk Villach-Land, die andere aus Klagenfurt - bei den Corona-Massentests, die am 11. Dezember durchgeführt wurden, gearbeitet. Zwölf Stunden lang, in kompletter Schutzkleidung. Ein Knochenjob, der mit 45 Euro pro Stunde, insgesamt also mit 540 Euro pro Kopf und Tag entlohnt wird. Bisher ist das aber im Falle der beiden Frauen nicht geschehen. „Das Geld wird überwiesen, sobald die jeweilige Gemeinde die Bescheinigung an das Gemeinde-Servicezentrum des Landes übermittelt“, erklärte dazu Landespressesprecher Gerd Kurath.

Allerdings mussten die beiden Betroffenen am 22. Dezember einen weiteren herben Rückschlag verkraften. Denn das AMS ließ die Frauen wissen: „Da uns bekannt geworden ist, dass Sie sich derzeit in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, mussten wir Ihren Leistungsbezug mit 11. Dezember 2020 einstellen.“

AMS-Zahlungen stillgelegt
Man habe sich extra für jene drei Tage, an denen die Massentests abgehalten wurden, beim AMS abgemeldet. Einen Hinweis darauf, dass die Bezüge dann eingestellt werden würde, habe es aber nicht gegeben. Das AMS-Geld der Frauen ist nun stillgelegt, bis sie eine sogenannte Arbeitsbescheinigung bringen, hieß es in einem Schreiben der Behörde.

Land sieht Bund in der Zuständigkeit
Seitens der Landesregierung zeigte man sich gegenüber „5 Minuten“ verwundert, da man angenommen hätte, dass die Bezüge für Massentest-Helfer steuerfrei seien. „Scheinbar wird das nun aber anders gemacht“, so Kurath. Zuständig dafür sei aber der Bund, weist man die Verantwortung von sich.

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