19.12.2020 13:00 |

Lokalaugenschein

Aufatmen, als Ski-Lockdown abgesagt war

Unter bösen Vorzeichen stand Freitagfrüh der Pressetermin der Bergbahn Kitzbühel zum Saisonstart samt Präsentation der Corona-Maßnahmen. Denn am Nachmittag drohte die Verkündigung des Skigebiets-Lockdowns. Gegen Mittag dann großes Aufatmen: Betrieb erlaubt, wochenlanges Vorbereiten war nicht umsonst.

Mit einem dicken Ordner voll von Corona-Konzepten und einer Portion Trotz trat Bergbahnchef Anton Bodner am Morgen an der Talstation der Hornbahn vor die Presse. Da musste er noch damit rechnen, dass trotz aller Präventionsmaßnahmen der Skibetrieb am 24. Dezember losgeht und am 26. wieder endet. „Wir werden jede Minute, die uns erlaubt ist, auch nutzen!“, verkündete Bodner. Rund 8000 Saisonkarten (zwei Drittel innerhalb der Region) habe man verkauft. Aufsichtsrats-Vorsitzender und Bürgermeister Klaus Winkler betonte diesbezüglich die gesellschaftspolitische Dimension des Skifahrens – als Lichtblick für Einheimische in düsterer Zeit.

„Auch 300 weitere Covid-Regeln erfüllen“
Auch Winkler gab sich kämpferisch: „Wenn zu 1000 Covid-Bestimmungen noch weitere 300 dazukommen, werden wir uns nicht scheuen, auch diese zu erfüllen.“ Man müsse aber leider von einer dritten Corona-Welle irgendwann im Frühjahr ausgehen.

Fast endlose Liste mit Präventionsmaßnahmen
Damit die Skigebiete keine Virusschleuder sind, wird alles getan: Stefanie Prader, eine von drei Covid-Beauftragten der Bergbahn, zählte eine scheinbar endlose Liste von Anti-Virus-Maßnahmen auf: 1000 zusätzliche Parkplätze, verstärkte Postbusfrequenz wenn nötig, Bildschirme und Lautsprecher mit Corona-Infos, Mitarbeiter als Besucherlenker, ständige Reinigung der 35 Toiletten im Skigebiet, nur 50-prozentige Belegung der Gondeln und Sessel, Desinfektion der Kabinen und noch einiges mehr. Wie viel musste dafür insgesamt investiert werden? Bergbahn-Vorstand Christian Wörister zur „Krone“: „Es sind wohl einige zehntausend Euro.“

Prächtige Bedingungen
Zum Start des außergewöhnlichen Winters präsentierte sich das Kitzbüheler Horn als weißes Paradies mit blauem Himmel. Betriebsleiter Andreas Werlberger stellte die zusätzlichen Zugpferde am Hausberg vor: Winterwandern, eine 1,6 Kilometer lange schneesichere Langlaufloipe, zwei Tourengeherrouten und das umgebaute Gipfelhaus. Dass es dort nur Essen „to go“ geben darf, bleibt natürlich ein Wermutstropfen.

Start mit 40 Anlagen
„Insgesamt fehlt im Skigebiet nur noch der letzte Feinschliff, wir starten mit 40 Anlagen, auch wenn es nur für zwei Tage ist“, sagte Bodner. Und hetzte zur Videokonferenz der österreichischen Seilbahner am späten Vormittag. Dort sorgte die Nachricht, dass die Skigebiete nicht dem neuen Lockdown unterliegen, für Freude.

Andreas Moser
Andreas Moser
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