Microsofts Antwort

Rassismus und Spionage: Kinect unter Beschuss

Spiele
08.11.2010 12:30
Zwei Gerüchte setzen Microsofts neuer Bewegungssteuerung zu: Einerseits scheint die Kamera Probleme damit zu haben, dunkelhäutige Spieler zu identifizieren. Außerdem herrscht Angst, Kinect könnte die Nutzer ausspionieren. Doch Microsoft wehrt sich - keine der Behauptungen entspreche der Wahrheit, versichert der Konzern.

"GameSpot", eine der bekanntesten Spiele-Websites in den USA, hat die Frage nach einer Benachteiligung dunkelhäutiger Spieler durch Kinect ins Rollen gebracht. Kamera und zugehörige Games hätten lediglich bei dunkelhäutigen Spielern Probleme gehabt, Gesichter zu erkennen und sie richtig zu identifizieren - trotz mehrmaliger Kalibrierung und zahlreicher Versuche. Bei hellhäutigen Spielern habe es diese Probleme nicht gegeben, so "GameSpot". Im Artikel ist das Wort Rassismus nicht zu lesen, doch unter Spielern entbrannte im Internet bald die Frage, ob die Neuentwicklung dunkelhäutige Gamer benachteilige.

Unsinn, widerspricht nun Hersteller Microsoft. Das System funktioniere unabhängig von Hautfarben, es sei lediglich eine gute Ausleuchtung - für alle Spieler - nötig. Tatsächlich wird in vielen Tests kritisiert, dass es sehr hell sein muss, damit Kinect richtig funktioniert.

Kinect spioniert nicht, verspricht Microsoft
Ebenso problematisch für Microsoft: Kinect ist nicht nur Kamera, sondern auch Mikrofon - und über die Xbox 360 ans Internet angeschlossen. Nun fragen sich die Besitzer, ob Daten, Fotos oder Videoaufnahmen unerlaubterweise und ohne ihr Wissen aus ihrem Wohnzimmer ins Internet oder einen Microsoft-Speicher wandern können. Auch diesem Gerücht widerspricht der Konzern: Auf der Spiele-Website "Kontaku" versicherte Alex Kipman von Microsoft, Kinect werde in keinem Fall Informationen an Microsoft oder sonstjemanden senden. Wenn überhaupt würden nur anonymisierte Fehlermeldungen an die Firma gesendet - und zwar nur auf ausdrückliche Erlaubnis des Nutzers hin. "Keine Daten werden je an Microsoft gesendet. Punkt aus", so Kipman.

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