Fläche liegt brach

Blühende Oasen in Pichling sind nun eine „Gstättn“

Es blutet einem das Herz! Dort wo im Sommer 2019 noch prächtige Rosen und andere Blumen in den schillernsten Farben blühten und das Gemüse in den Beeten gedieh, ist jetzt nur noch eine wild vor sich hin wuchernde „Gstättn“. Denn seit die Stadt die Schrebergartler aus der Oidener Straße vertrieb, liegt die Fläche brach.

Als die Pächter der kleinen aber feinen Kleingartensiedlung in der Oidener Straße in Pichling voriges Jahr – die „Krone“ berichtete – Post vom Magistrat bekamen, fielen sie aus allen Wolken. In einem Brief wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre Nutzungsvereinbarung mit 31. Dezember 2019 gekündigt wird und ihr Garten im ursprünglichen Zustand der Stadt Linz zurückzugeben ist. So blieb den Hobbygartlern, die mitunter 20 und mehr Jahre „ihr“ Paradies gehegt und gepflegt hatten, nichts anderes übrig, als ihr Kleinod schließlich dem Boden gleich zu machen.

Unktraut und Gestrüpp
Etwas weniger als ein Jahr nach Rückgabe ihrer Gärten, bietet die einst blühende Oase beim „Krone“-Lokalaugenschein ein katastrophales Bild. Wildwuchs, soweit das Auge reicht. Dort wo einst in gepflegten Beeten Salat und Tomaten gedieh und Blumen sprießten, wuchert nun nur noch Unkraut und Gestrüpp. „Es ist sehr schade, dass man die Fläche einfach brach liegen lässt. Warum stellt man sie nicht einfach der Bevölkerung zum Garteln zur Verfügung, solange dort nicht gebaut wird?“, fragt sich die Pichlinger VP-Gemeinderätin Michaela Sommer. Laut ihr könnte man sie auch für Projekte für die nahe liegende Schule vorübergehend freigeben. „Learning by doing“ – könnten die Schüler ihr eigenes Gemüse pflanzen. „Wasser ist da, eine gute Anbindung zu den Öffis, aber auch Parkplätze – eine dahingehende Umsetzung würde sicher vielen Menschen Freude bereiten“, so Sommer.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Sonntag, 17. Oktober 2021
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