Corona in OÖ:

Schwangere: „Ich filme für uns immer alles mit“

Eine Schwangerschaft in Corona-Zeit fordert junge Paare in OÖ besonders. Erste Bilanz einer Studie beruhigt aber. Am Arbeitsplatz gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen.

„Ich mache mir schon etwas Sorgen“, sagt Kristin Peter (32) aus Eggelsberg/Bezirk Ried im Innkreis. Die Mechatronikerin ist im sechsten Monat schwanger. Ihr Arbeitgeber nimmt darauf gut Rücksicht, sie kann immer Abstand halten, Besprechungen finden im Freien statt. Aber: „Mein Partner darf nicht bei Untersuchungen dabei sein.“ Das ist schwer für das junge Paar: „Ich filme für ihn alles mit und wir schauen uns das gemeinsam zu Hause an.“ Sie versteht es nicht ganz: „Wir leben ja in einem Haushalt.“

Vater bei Geburt nicht dabei
Ihre Eltern wohnen in Deutschland: „Wir haben derzeit keinen persönlichen Kontakt wegen der Situation. Meine Mutter bekommt nichts mit vom Heranwachsen ihres ersten Enkelkinds, sie weint manchmal.“ Das junge Paar hat Angst, dass der Vater auch nicht bei der Geburt dabei sein, darf, doch dem ist nicht so. Sowohl im Krankenhaus Braunau, als auch im Kepler Klinikum dürfen Väter dabei sein. Aber Corona macht ihr schon manchmal große Angst.

Studie und neue Regel
Peter Oppelt, Primar für Gynäkologie am Uniklinikum, arbeitet an einer Studie über Schwangere mit. Seine erste Bilanz: Nur bei 6 von 434 Kindern wurde das Virus schon während der Schwangerschaft übertragen. 24 Kinder wiesen nach der Geburt Antikörper auf. Nur 4 Prozent der Mütter erkranken laut Register schwer. Aber in der Arbeitswelt muss Rücksicht genommen werden. „Leider werden Schwangere derzeit nicht generell als Risikogruppe eingestuft“, erklärt AK-Experte Ernst Stummer. Es gibt Regelungen zu Abstand und Masken. Neu: Schwangere Beschäftigte in Kontakt-Berufen sind ab der 14. Woche freizustellen.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Samstag, 25. September 2021
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