30.11.2020 13:08 |

Aufgaben mannigfaltig

5400 Soldaten bei Corona-Massentests im Einsatz

Für die Durchführung der Corona-Massentests in Österreich ist auch das Bundesheer mit einem Großangebot an Kräften im Einsatz - insgesamt sind es rund 5400 Soldaten und Zivilbedienstete. Alleine in der Bundeshauptstadt werden 2000 Mann benötigt. Österreichweit sind damit - inklusive Auslands-, Grenz- und anderer Corona-Einsätze - aktuell fast 8250 Soldaten eingesetzt.

Das Einsatzgebiet der Soldaten ist mannigfaltig: So ist etwa die Streitkräftebasis mit ihren Soldaten und Zivilbediensteten für die Logistik der Schutzausrüstungen und Testkits für das gesamte Bundesgebiet sowohl für die Lehrertestungen als auch für die Massentests zuständig. Zusätzlich werden auch hier Sanitätsfachpersonal sowie Soldaten und Zivilbedienstete für die Organisation von Teststraßen abgestellt. Somit stehen hier rund 600 Soldaten und Zivilbedienstete im Einsatz.

In Wien wird ab 4. bis 13. Dezember an drei Standorten (Stadthalle, Messegelände und Marx Halle) getestet. Dafür werden 300 Teststraßen vorbereitet, bei denen rund 2000 Soldaten und Zivilbedienstete zum Einsatz kommen. Unterstützt werden die Wiener Soldaten (Garde verantwortlich für Marx Halle mit 60 Teststraßen, Heereslogistikschule verantwortlich für die Stadthalle mit 40 Teststraßen) von den Soldaten der 3. Jägerbrigade aus Niederösterreich, Burgenland, der Steiermark und Kärnten.

In Vorarlberg wird die gesamte Bevölkerung vom 4. bis 6. Dezember getestet. Hier ist das Bundesheer mit 120 Soldaten und Zivilbediensteten in Form von Sanitätsfachpersonal und in der Logistik im Einsatz.

In Tirol, wo ebenfalls vom 4. bis 6. die Lehrer- und die Massentestungen laufen, übernimmt das Bundesheer die Verteilung der Schutzausrüstungen und der Testkits. Für die Testungen sind 450 Soldaten und Zivilbedienstete im Einsatz.

In Salzburg werden die Testungen in Kasernen (Schwarzenbergkaserne, Wallnerkaserne, Krobatinkaserne, Struckerkaserne) stattfinden. Dabei werden insgesamt 33 Teststraßen mit 200 Soldaten und Zivilbediensteten betrieben.

In Oberösterreich wurden 20 Testorte mit 47 Teststraßen vorbereitet, bei denen die Organisation beim Bundesheer liegt. Es werden die Testkits und die Schutzausrüstungen geliefert und die Teststraßen mit Sanitätspersonal sowie Soldaten betrieben, in Summe 500 Soldaten. Für die Massentests, 11. bis 14. Dezember, erfolgen die Lieferungen der Schutzausrüstungen und Testkits an die Bezirkswarnzentralen durch das Bundesheer. Von dort erfolgt die Abholung und Verteilung durch die oberösterreichischen Feuerwehren an die Teststationen.

Auch in Niederösterreich ist das Heer bei den Lehrertestungen federführend. Die Festlegung der 29 Standorte mit 70 Testspuren erfolgte in Absprache mit dem Land und den Bezirksverwaltungsbehörden. Eingesetzt werden täglich rund 1000 Soldaten. Die Planungen für die Einbindungen des Bundesheeres bei den Massentests, die am 12. starten, sind noch im Laufen.

Im Burgenland unterstützt das Bundesheer logistisch bei der Anschaffung und Transport der Testkits sowie mit Sanitätsfachpersonal und Soldaten im organisatorischen Ablauf an neun Standorten in ganz Burgenland mit 100 Soldaten.

In Kärnten ist das Bundesheer alleinverantwortlich für die Lehrertestungen und unterstützt bei den Massentestungen (vom 12. bis 13. Dezember). Bei den Lehrertestungen erfolgt die Abstützung auf die militärische Infrastruktur und Kasernen. Täglich stehen 300 Soldaten im Einsatz. Für die Testungen des Bildungspersonals in der Steiermark wurden 20 Standorte mit 36 Teststraßen festgelegt und es werden sich dabei 130 Soldaten und Zivilbedienstete im Einsatz befinden.

Tanner: „Auf das Bundesheer kann man sich verlassen“
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), der es nach einem positiven Corona-Test am Sonntag gesundheitlich gut geht, wie es aus dem Ministerium heißt, zeigte sich vom außergewöhnlichen Aufgebot an Soldaten beeindruckt. „Auf das Bundesheer kann man sich verlassen und das wissen die Österreicherinnen und Österreicher auch.“

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