29.11.2020 07:30 |

Bitte aus Ministerium

Platznot an Schulen: Gemeinden sollen es richten

Eine dringende Bitte aus dem Bildungsministerium sorgt jetzt für Unmut und Verwunderung bei vielen Bürgermeistern in Salzburg: Um den Schulbetrieb nach dem Lockdown möglichst Corona-sicher zu machen, werden Ausweichquartiere gesucht. Ortschefs sollen Räume wie Festsäle auftreiben. Ein Schreiben, das reichlich spät komme, so der einhellige Tenor aus den Gemeinden.

„Ich habe schon meine Verwunderung zum Ausdruck gebracht“, so Günther Mitterer, Gemeindeverbands-Obmann in Salzburg und Stadtchef in St. Johann.

„Viel zu kurzfristig“
Die Bitte kommt von Ministerium und Österreichischem Gemeindebund: „Um möglichst sicher in den schulischen Alltag zurückzukehren, sollen zusätzliche Raumangebote überall dort bereitgestellt werden, wo innerhalb des Schulgebäudes keine Alternativen bereitstehen“, heißt es in dem Schreiben, das „viel zu kurzfristig komme“ wie viele Bürgermeister meinen. Zuständig sei in erster Linie die Bildungsdirektion und von ihr ist nichts zu hören.

Eine Nutzung von Räumlichkeiten für den Unterricht ist an behördliche Auflagen geknüpft. Lehrpersonal für Zusatz-Klassen würde fehlen, schlagen Direktoren Alarm. Auch in der Landeshauptstadt müssen mögliche Ausweichquartiere wie etwa das Kongresshaus erst geprüft werden.

„Gemeinden sollen wieder einmal Retter in der Not sein"
„Wer reinigt? Reicht es, wenn wir nur Erwachsenenstühle zur Verfügung haben? Die Gemeinden sollen wieder einmal Retter in der Not sein“, meint Friedrich Strubreiter, Bürgermeister in Scheffau. Auch die Gemeindestube braucht jetzt mehr Platz, im Sitzungssaal findet Contact Tracing statt.

Für die bevorstehenden Massentests müssen die Ortschefs bereits Räume auftreiben. „Es sind vor allem Wahllokale, aber da eigenen sich nicht alle“, schildert Hans-Jörg Obinger, Stadtchef von Bischofshofen.

 Salzburg-Krone
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