Skurrile Initiative
Denver stimmt bei US-Wahl über UFO-Kommission ab
Dass die Stadtbevölkerung überhaupt entscheiden kann, wie "die Gesundheit, Sicherheit und kulturelle Eigenständigkeit der Bewohner Denvers" gesichert werden kann, wenn es zur Begegnung "mit außerirdischen Lebensformen oder deren Fahrzeugen" kommt, ist einem Unternehmer zu verdanken. Selbst fest davon überzeugt, dass es intelligentes Leben außerhalb des Planeten Erde gibt, sammelte Jeff Peckman die erforderlichen 4.000 Unterschriften und brachte seine "Initiative 300" (im Bild das Poster der Kampagne) ein.
"Mit beinharten Fakten belegen"
Peckman fordert, dass die Stadt eine "Kommission für außerirdische Angelegenheiten" einrichtet, die sich aus mehreren Experten zusammensetzen soll. Aufgabe dieser wäre es vor allem, Berichte von Erfahrungen mit UFOs oder Außerirdischen auszuwerten und Menschen nach traumatischen Begegnungen mit Wesen aus dem All zu unterstützen. "Wir müssen diese Angelegenheit endlich entmythologisieren und mit beinharten Fakten belegen", meint etwa einer der 20 freiwilligen Unterstützer der Kampagne zum "Wall Street Journal".
Ein 23-jähriger Student hingegen ist weniger überzeugt, unterstützt die Initiative aber dennoch mit vollen Kräften: "Ich glaube eigentlich nicht an außerirdisches Leben, aber wenn wir so eine Kommission hätten, wären wir auf alles vorbereitet. Man kann jedenfalls nichts falsch machen damit." Von offizieller Seite gibt es hingegen weniger Unterstützung für die Kampagne. "Eigentlich wollen wir in diesem Bereich keine neuen Jobs schaffen", meint etwa Stadtrat Charlie Brown gegenüber der US-Zeitung. Kelly Brough, Vorsitzende der Handelskammer von Denver, gibt sich hingegen zugänglicher: "Wir sind offen für alle Geschäfte mit möglichen anderen Planeten."
Geisterjäger bekämpfen UFO-Befürworter
Der stärkste Gegenwind bläst der "Initiative 300" hingegen von einem Mann entgegen, der eigentlich über große Erfahrung mit Dingen, die nicht von dieser Welt sind, verfügt. Geisterjäger Bryan Bonner bekämpft die Kampagne seit der ersten Stunde: "Da geht es immerhin um die Reputation der ganzen Stadt." Er und seine Kollegen von der "Rocky Mountain Paranormal Research Society" laufen daher gegen die Abstimmung Sturm.
"Peckman und seine 'kleinen grünen Männchen' sind nicht repräsentativ für die Stadt Denver", tönt der Geisterjäger auf seiner Website. Ob er damit recht hat, wird sich spätestens am 2. November zeigen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2005 unterstützt jedenfalls seine Ansichten: Demnach waren nämlich "nur" 25 Prozent der US-Amerikaner davon überzeugt, dass Außerirdische bereits die Erde besucht haben. Ein Drittel der Befragten glaubte jedoch an die Existenz von Geistern.












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