Motiv Fremdenhass

15-facher Mord: Lebenslang für russischen Neonazi

Ausland
28.10.2010 21:10
In Russland ist ein 22-jähriger Rechtsradikaler am Donnerstag zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Moskauer Stadtgericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann aus Fremdenhass zwischen 2007 und 2008 15 Menschen ermordet hat. Ein 23-jähriger Komplize erhielt wegen fünf Morden 22 Jahre Lagerhaft.

Die beiden Skinheads gehörten der rechtsextremen Gruppe Weiße Wölfe an, die für mehr als 30 Morde mit rassistischem Hintergrund verantwortlich gemacht wird.

Verbrechen dieser Art gab es in den vergangenen Jahren häufiger in Russland. Dabei wird auf dunkelhäutige Menschen regelrecht Jagd gemacht. Die meisten Opfer stammen aus dem Kaukasus und aus Zentralasien.

Die meisten Morde aus Fremdenhass wurden bislang 2008 begangen, wie das Moskauer Büro für Menschenrechte mitteilte. 110 Menschen seien in dem Jahr getötet und 487 verletzt worden. Das Büro schätzt die Zahl der russischen Neonazis auf 70.000, Anfang der 90er-Jahre waren es nur wenige Tausend.

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