11.11.2020 21:00 |

#Brennpunkt-Talk

Terror-Experte: „Der Zeitpunkt war überraschend“

Auch Tage danach sind viele Österreicher mit den Gedanken noch bei den Ereignissen des 2. November. Ein Terroranschlag in Wien? Viele hätten es für unmöglich gehalten. Terrorexperte Nicolas Stockhammer ist auch „überrascht vom Zeitpunkt“. In einer Nachbesprechung unterhält sich Moderatorin Katia Wagner über die mögliche Verhinderung, die tatsächliche Entstehung und die Folgen des angerichteten Schadens.

Der 2. November 2020 wird vielen Österreichern und vorrangig Wienern in Erinnerung bleiben. Es ist der letzte Abend vor dem erneuten Lockdown, die Temperaturen sind deutlich milder, als es die Jahreszeit vorgibt. Noch einmal die Freiheit genießen, noch einmal essen gehen. Dieses Motto hat viele animiert, letztendlich aber Dutzende Personen in eine prekäre Situation gebracht: Terrorstunden in Wien, zahlreiche Menschen, die in Lokalen festsitzen und um ihr Leben bangen. Für vier Zivilisten endet es tödlich.

Was steckt hinter diesem Terroranschlag? Hätte man es verhindern können? Und wie kann man dieses prägende Erlebnis als Zeuge verarbeiten? Diese Fragen werden in #brennpunkt mit Moderatorin Katia Wagner geklärt.

Mahrer: „Es ist mehr als Terror, wir sprechen über Gefühle“
Der Sicherheitssprecher der ÖVP, Karl Mahrer, wirkt auch eine Woche nach den Geschehnissen betroffen, zeigt im Talk aber auch auf, in welche Richtung wir denken müssen: „Wir müssen in der Bearbeitung dieses Vorfalls alles tun, damit wir nicht das machen, das Terroristen erreichen wollen - nämlich eine Spaltung der Gesellschaft.“ 

Stockhammer: „Der Zeitpunkt war überraschend“
Terror-Experte Nicolas Stockhammer gibt auch einen Einblick in das terroristische Netzwerk. Speziell in Europa ist es in zahlreichen Großstädten in den vergangenen Jahren immer wieder zu Attentaten durch Einzeltäter gekommen. „Auf Basis der europäischen Entwicklung war es für mich nicht überraschend, dass Österreich in den Fokus rückt. Aber der Zeitpunkt war überraschend“, argumentiert Stockhammer.

Seferovic: „Wir können nur Gespräche führen
Der Vize-Obmann des Deradikalisierungsvereins DERAD, Salih Seferovic, hat den Attentäter aus Wien gekannt und betreut. Er gibt einen Einblick in die tägliche Arbeit: „Wir können nur Gespräche führen, haben alles dokumentiert. Aber wir konnten nicht mitverfolgen, ob er Kontakte ins Ausland hat.“

Sämtliche Ausgaben unseres Talk-Formats „Brennpunkt“ - immer mittwochs ab 20.15 Uhr auf krone.tv und hier auf krone.at sowie um 22 Uhr bei n-tv Austria.

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