Kurz vor Ausbruch

Höchste Alarmstufe am Vulkan Merapi in Indonesien

Ausland
25.10.2010 14:24
Einer der gefährlichsten Vulkane der Welt, der Merapi in Indonesien, ist erwacht. Die Behörden fürchten einen verheerenden Ausbruch und haben deshalb am Montag die höchste Alarmstufe verhängt. Rund 40.000 Menschen im unmittelbaren Gefahrenkreis seien aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen, sagte ein Vertreter des Vulkaninstituts in Yogyakarta auf der Insel Java.

Der Merapi ("Feuerberg") liegt nahe der Millionenstadt in dicht besiedeltem Gebiet. An den Hängen sind bis auf fast 2.000 Meter Höhe Dörfer. In der Nähe befindet sich auch die riesige Tempelanlage Borobudur, eine der Haupttouristenattraktionen auf Java.

Lavastrom fließt bereits
Die seismische Aktivität am Merapi hat nach Messungen des Instituts in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Vom knapp 3.000 Meter hohen Kraterrand fließt in südlicher und westlicher Richtung bereits ein Lavastrom rund vier Kilometer in die Tiefe. Der Vulkan dehnte sich aus, was auf eine erhebliche Gasproduktion im Innern des Kraters hindeutet.

Forscher befürchten gewaltige Explosion
"Wir glauben, dass der Merapi mit einer Explosion ausbrechen wird, wie 1930, und nicht nur Gas in die Luft schleudert wie 2006", sagte der Chef der Behörde für Vulkan- und Geologie-Katastrophen der Zeitung "Jakarta Globe". Der Vulkan war zuletzt 2006 aktiv. Damals kamen zwei Menschen ums Leben. 1994 gab es bei einem Ausbruch 66 Opfer. Die verheerendste Eruption der jüngeren Geschichte passierte 1930: Damals kamen 1.370 Menschen um.

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