Die Vorgeschichte ist bekannt: Während der krankheitsbedingten Abwesenheit von FP-Chef Gerald Hauser forderten einige FPler dessen Ablöse. Hauser sprach damals von einem Putsch, seine Gegner von einer demokratiepolitischen legitimen Ablöse. Mit Hilfe von H.-C. Strache gelang es Hauser in letzter Sekunde, das Ruder zu seinen Gunsten herumzureißen.
Die "Rädelsführer" - allen voran Landtagsabgeordneter Walter Gatt und Gemeinderat Christian Haager - wurden kurzerhand aus der Partei ausgeschlossen. Und mit ihnen gleich all die anderen auch noch, die Hauser "gefährlich" werden könnten. Gatt und Haager wehrten sich bis zum Schluss gegen ihre Ausschlüsse, die eingeleitete Berufung wurde - wie erwartet - abgelehnt.
Nun setzen die beiden mithilfe des ebenfalls gefeuerten Nassereither Gemeinderats Hubert Malleier (der übrigens bisher noch bei fast jeder FP-Rebellion dabei war) zum Gegenschlag an. Der Verein "Freiheitlich und Frei" wird nun ins Leben gerufen. "Wir gründen deswegen keine neue Partei, weil wir voll zum FPÖ-Parteiprogramm stehen. Auch mit H.-C. Strache haben wir kein Problem, obwohl wir nicht verstehen, warum er sich hinter Hauser stellt. Wir haben einfach die Schnauze von Hausers Politik voll. Wer das genau so sieht, kann sich uns anschließen", so Gatt.
Gatt: "Hauser schadet der Partei am meisten!"
Gatt geht übrigens davon aus, dass es bald mehrere Ausschlussanträge gegen Gerald Hauser geben wird. "Er schadet der Partei nämlich am meisten. Ich verstehe nicht, warum Strache Hauser hält, obwohl er sieht, dass die Tiroler FP drauf geht", so Haager. Bei der GR-Wahl 2012 in Innsbruck wird der neue FP-Verein auf jeden Fall Rudi Federspiel unterstützen - nicht ausgeschlossen, dass Haager auf seiner Liste kandidieren wird. Und auch auf Landesebene können sich die gefeuerten Blauen 2013 eine gemeinsame Sache mit Federspiel vorstellen.
von Markus Gassler, Tiroler Krone









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