Mann totgetreten
Ungarn: 167.000 Euro für das Leben eines Gelynchten
Zu ihnen gehört der Vater eines damals elfjährigen Mädchens, das Szögi mit seinem Wagen angefahren und dabei leicht verletzt hatte. Als der Fahrer aus dem Wagen stieg, wurde er von den aufgebrachten Bewohnern, die das Kind für tot hielten, vor den Augen seiner eigenen Kinder totgetreten. Der Vater des Mädchens erhielt eine lebenslange Strafe, die Mutter 15 Jahre Zuchthaus.
Mittellose Verurteilte können nicht zahlen
Die Witwe Szögis hatte den Prozess angestrengt, um die "Zukunft ihrer drei halbverwaisten Kinder zu sichern". Der Anwalt der Familie, Laszlo Helmeczy, bezeichnete das Urteil des Komitatsgerichts als "beispielgebend und gerecht". In Ungarn habe es noch keinen Gerichtsbeschluss gegeben, in dem eine so hohe Schadenersatzsumme festgelegt wurde. Wie die Boulevardzeitung "Blikk" scheibt, würden die Verurteilten jedoch über keinerlei Vermögen verfügen, sodass die Familie Szögi vielleicht nie etwas von dem Geld sehen würde.
Vor den Augen der Töchter zu Tode getreten
Der Unfall ereignete sich in einem Roma-Viertel des Dorfes Olaszliszka. Der 44-jährige Geografielehrer Szögi fuhr mit seinen beiden Töchtern durch den Ort, als er mit dem Auto das Mädchen rammte. Laut Zeugenaussagen stieg der Lehrer aus dem Wagen, um nach dem angefahrenen Kind zu sehen. Dabei wurde er von einer Gruppe aufgebrachter Roma angegriffen und zu Tode getreten. Seine beiden Töchter, damals fünf und 14 Jahre alt, mussten im Auto hilflos zusehen. Der Mann starb noch am Tatort.











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