Katz-und-Maus-Spiel

Fehlendes Licht am Auto entlarvt Wilderer im Lechtal

Tirol
19.10.2010 15:22
Ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen der Polizei und einem mutmaßlichen Wilderer hat im Lechtal mit dem "Sieg" der Beamten geendet. Bei einer ersten Anhaltung hatte der Verdächtige (41) noch eine gelungene Ausrede, dann geriet er durch eine fehlende Kennzeichenbeleuchtung erneut ins Visier und flog schließlich auf.

Wenn die Polizei nachts im Lechtal Streife fährt, ist immer auch die Suche nach Wilderern im Spiel. "Die Erlegung eines kapitalen Hirsches vor etwas mehr als einem Jahr ist beispielsweise noch ungeklärt", sagte ein Polizist der Inspektion Elbigenalp zur "Krone".

Am Dienstag um 1.15 Uhr fuhren Polizisten auf der Martinauer Landesstraße bei Elmen, als ihnen ein geparkter Pkw mit Imster Kennzeichen auffiel. Die Beamten warteten, bis der Lenker – ein 41-Jähriger – zurückkam und stellten ihn zur Rede. Der Mann blieb gefasst: "Ich habe eine Dachs angefahren und wollte nur schauen, ob das Tier verletzt ist." Eine Erklärung, mit der sich die Polizisten zufrieden geben mussten.

Gewehr und Sturmhaube im Auto
Doch später wurde dasselbe Auto erneut gesehen – auf der Lechtal Straße Richtung Reutte fahrend, ohne Kennzeichenbeleuchtung. Bei Elmen-Ost wurde der Imster erneut gestoppt. Bei der freiwilligen Nachschau im Auto fanden sich unter anderem ein Jagdgewehr mit Schalldämpfer und eine Sturmhaube.

Aufgrund dieser verräterischen Utensilien gab der 41-Jährige zu, dass er im Lechtal ein Wild erlegen wollte – "aber nur einen Fuchs". Er habe aber nichts geschossen. Dennoch sucht die Jägerschaft im Lechtal jetzt nach einem möglicherweise erlegten Wild. Gegen den Verdächtigen besteht übrigens ein Waffenverbot.

von Andreas Moser, Tiroler Krone
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