Personalstand

Börsen-Firmen bauten 2009 ab, traditionelle nicht

Ausland
19.10.2010 10:43
Nicht börsennotierte Firmen haben in der Krise offenar weit weniger Jobs gestrichen als Aktiengesellschaften. Die 50 größten an der Börse gelisteten europäischen Konzerne bauten im vergangenen Jahr knapp drei Prozent ihres Personalbestands ab. Bei den 50 größten Unternehmen, die nicht als Aktiengesellschaften firmieren, stieg die Zahl der Mitarbeiter dagegen um mehr als 25.000, ein Plus von 0,7 Prozent.

Laut der deutschen Zeitung "Handelsblatt" wurde die Entwicklung im Einzelhandel besonders deutlich: Die drei großen deutschen Handelsketten Rewe, Edeka und die Lidl-Mutter Schwarz sowie die französische Auchan-Kette - allesamt nicht an der Börse notiert - stellten 2009 knapp 100.000 Mitarbeiter ein.

Im selben Zeitraum trennten sich der Metro-Konzern sowie die französischen Aktiengesellschaften Carrefour, Finatis und Rallye von 45.000 Beschäftigten.

AGs auch bei Umsatz mit Einbußen
Auch beim Umsatz schnitten demnach die familiär oder genossenschaftlich geführten Einzelhändler im Krisenjahr besser ab. So mussten Metro, Carrefour, Finatis, Rallye und der britische Tesco-Konzern im vergangenen Jahr beim Umsatz teils deutliche Einbußen hinnehmen. Aldi, Edeka, Rewe und die Schwarz-Gruppe steigerten ihren Umsatz dagegen allesamt.

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