100 Meter abgestürzt

Bergsteiger tot vor Felswand bei Eisenerz gefunden

Steiermark
19.10.2010 12:19
Ein seit vergangenen Freitag vermisster obersteirischer Bergsteiger ist am Montagnachmittag von einer Suchmannschaft tot aufgefunden worden. Der Mann war offenbar eine 100 Meter hohe Felswand am Eisenerzer Reichenstein hinuntergestürzt.

Der 34-Jährige hatte am Freitag eine Bergtour auf den Reichenstein (2.165 Meter Seehöhe) im Bezirk Leoben unternommen. Als er am Abend noch nicht zurückgekehrt war, verständigten seine Angehörigen die Polizei. An der daraufhin eingeleiteten Suchaktion nahmen 18 Angehörige der Bergrettung, fünf Alpinpolizisten sowie ein Polizeihubschrauber teil.

Mehrtägige Suche bis in die Nachtstunden
Die Retter suchten an mehreren Tagen bei schlechtem Wetter bis in die späten Nachtstunden, der Einsatz musste aber immer wieder unterbrochen werden. Am Montag um 14.25 Uhr wurde der Mann schließlich beim sogenannten Reichhals leblos aufgefunden.

Der Obersteirer dürfte am Freitag beim Abstieg gegen 15 Uhr auf dem Steig von der Reichensteinhütte in Richtung Reichhals in einer Seehöhe von etwa 2.050 Meter ausgerutscht und abgestürzt sein. Er war vermutlich sofort tot. Sein Leichnam wurde von den Einsatzkräften aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zuerst rund 500 Höhenmeter talwärts getragen und von dort nach Eisenerz geflogen.

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