Für eine große Stadt wie Graz ist die Integration eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft. 14,9 Prozent beträgt der Ausländeranteil in Graz, 2001 lag er noch bei 9,5 Prozent (siehe Daten und Fakten unten).
Manifest werden Probleme besonders in Schulen. In der Volksschule St. Andrä etwa gibt es heuer in einer Taferlklasse überhaupt keinen Schüler mit Deutsch als Muttersprache. Die Lehrer sind extrem gefordert. ÖVP-Sozialsprecher Thomas Rajakovics verlangt mehr Unterstützung von Bund und Land: "Wir brauchen zusätzliche Pädagogen in Kindergärten und Pflichtschulen. Die Eltern dürfen nicht gezwungen werden, ihre Kinder in bestimmte Schulen zu schicken. So kommt es zu den hohen Ausländeranteilen."
"Der Bund lässt uns da allein"
Prinzipiell ist die Stadt Graz bloß Pflichtschulerhalter ohne Einfluss auf Lehr- oder Dienstpläne. Dennoch werden allein für Integrationsmaßnahmen in Schulen und Kindergärten jährlich 500.000 Euro ausgegeben. Rajakovics: "Der Bund lässt uns da allein!"
Ein weiteres Problem ist die hohe Konzentration von Ausländern auf einige wenige Bezirke - Rezepte, wie diese Gettoisierung zu lösen ist, fehlen. Hier geht es anderen Städten auch nicht besser als Graz.
Rajakovics: "Wir tun viel, die Grazer wissen es nur oft nicht."
Von der EU gibt es jetzt 250.000 Euro für Graz, um Integrationsmaßnahmen besser zu bewerben. Die Stadt erarbeitet mit Berlin, Stockholm und Madrid ein entsprechendes Konzept um insgesamt eine Million Euro.
Daten und Fakten
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
Bild: Grazer Volksgarten








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