Schande für Fußball

Austria-Salzburg-Fans randalierten: nun Alarmstufe Rot

Tirol
19.10.2010 12:13
Was sich am Sonntag beim Westliga-Spiel von Wackers Amateuren gegen Austria Salzburg im und rund um das Tivoli-Stadion abgespielt hatte, war eine Schande für den Fußball. Die schlimmsten Befürchtungen wurden sogar übertroffen. Am 30. Oktober könnte sich der Wahnsinn wiederholen, gastieren die Violetten bei der Union Innsbruck. Es herrscht Alarmstufe Dunkelrot!

Es grenzte fast an ein Wunder, dass nicht mehr passiert war. "Nur" fünf Personen mussten ärztlich behandelt werden - zwei Fans von Austria Salzburg und drei Polizeibeamte. Festnahmen gab es keine. Strafanzeigen werden nach der Auswertung der Video-überwachung folgen. Einige Täter waren am Montag schon namentlich ausgeforscht.

Stimmen zum Skandalspiel:

  • Sepp Geisler (Präsident vom Tiroler Fußballverband): "Gott sei Dank, oder leider, war ich nicht im Stadion - ich finde nicht die richtigen Worte. Über Konsequenzen kann ich noch nichts sagen, nur so viel ist klar: Ich lasse es sicher nicht zu, dass wir in Geiselhaft von ein paar Chaoten bleiben."
  • Walter Windischbauer (Präsident Austria Salzburg): "Ich habe die ganze Nacht überlegt, ob ich mir das noch antun soll - aber ich lass' mir von ein paar Idioten nicht alles kaputt machen."
  • Gerald Schwaninger (Wackers Geschäftsführer und Sicherheitsbeauftragter): "Ich bin entsetzt. Ich habe schon viel gesehen, aber so was ist mir neu. Die Fans der Salzburger kletterten nach dem Spiel über den Zaun des Gästesektors, übernahmen das Stadion. Was da abging, war lebensgefährlich, ein Wahnsinn. Unsere Fans sind auch für jeden Blödsinn gut, aber das war eine andere Liga."
  • Elmar Rizzoli (Sicherheitsbeauftragter der Stadt Innsbruck): "Das Ausmaß hat mich überrascht. Die Salzburg-Fans haben massiv Pyrotechnik mitgenommen, waren extrem gewaltbereit. Die Provokationen sind von ihnen ausgegangen. Nach diesen Erkenntnissen ist ein Spiel mit Zuschauern auf der Fenner undenkbar. Die Union kommt unschuldig zum Handkuss. Da ist jetzt der Verband gefordert."
  • Herbert Lener (Union-Boss): "Es wird ein Spiel auf höchster Sicherheitsstufe. Wie wenn es gegen Rapid gehen würde. Das ist für mich nicht finanzierbar. Ich teile deshalb dem Verband mit, dass ich das Match nicht austragen kann. Vor dem Wahnsinn am Sonntag war noch alles anders, waren die Auflagen für ein echtes Heimspiel erfüllbar. Aber ins Tivoli auswandern ist nicht drin."

von Alex Tramposch, Tiroler Krone

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