Nach Sex-Anklage
Schweden verwehrt WikiLeaks-Gründer Dauer-Aufenthalt
Ausland
18.10.2010 18:06
Die schwedische Einwanderungsbehörde hat den Antrag des WikiLeaks-Gründers Julian Assange auf eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis abgelehnt. Der Australier beabsichtigte, für sein Enthüllungsportal in Schweden Herausgeberstatus zu erlangen, um vom dortigen Informantenschutz rechtlich zu profitieren. Zuletzt hatte Assange sich mit Vergewaltigungs-Vorwürfen konfrontiert gesehen.
Die Sprecherin der Einwanderungsbehörde, Gunilla Wikström, wollte "aus Gründen der Geheimhaltung" keine weiteren Angaben über die Gründe der Ablehnung des Ansuchens machen.
Schwedische Staatsanwälte unter der Leitung der Göteborger Anklägerin Marianne Ny ermitteln weiterhin gegen den 39-jährigen Australier wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und der sexuellen Belästigung von zwei Frauen. Assange wies die Vorwürfe wiederholt zurück. Er sieht sich als Opfer einer Verleumdungskampagne, um dadurch seine Enthüllungstätigkeit zu sabotieren.
Experten äußerten die Vermutung, dass hinter den Anschuldigungen die CIA stecken könnte. WikiLeaks-Enthüllungen hatten zuletzt ein schlechtes Licht auf die US-Armee bei ihren Kampfeinsaätzen geworfen.

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