Diesmal in Graz

Neues Illegalen-Drama: Trauernde Witwe klagt an

Österreich
14.10.2010 17:28
Illegale Arbeiter sind billig, können nur ein paar Sätze Deutsch und sind leicht zu ersetzen – viele habgierige Firmenchefs in Österreich denken offenbar so. Wie berichtet, wurde ein toter Illegaler von einer Winzerin aus dem Burgenland heimlich nach Ungarn transportiert (siehe Infobox). Jetzt die nächste Tragödie, dieses Mal in der Steiermark.

Wieder sitzt eine Witwe (im Bild oben) weinend vor den Fotos ihres toten Ehemannes, wieder werden Arbeitsverhältnisse und der Umgang mit Menschen angeprangert. Maria F. heißt die Frau, die am Dienstag ihren Mann verloren hat. 

Witwe schildert den Tag des Todes
"Er arbeitete in einer Konditorei bei Graz", erklärt die 31-Jährige. Eigentlich schuftete er eher unter der Bäckerei. Die Produktionsstelle befindet sich nämlich im Keller, schlafen durfte der Rumäne im Wohnwagen des Chefs. "Angemeldet war er auch nicht", behauptet Maria F. im Gespräch mit der "Krone". Sie schildert den Tag seines Todes so: Petru F. habe sich betrunken. Er soll über Kopfschmerzen geklagt haben, von der Besitzerin eine Tablette bekommen haben. Kurz darauf lag der Arbeiter tot im Hof.

Der Besitzer der Bäckerei: "Der Mann war nicht illegal beschäftigt. Ich habe ihn vom Arbeitsamt geholt." Die Polizei in der Steiermark ermittelt jedenfalls.

von Michael Pommer, Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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