Wann ist ein Mensch armutsgefährdet? Über die Berechnung der Armutsgrenze wird zuweilen heftig diskutiert. Die EU hat ein Verfahren entwickelt, das Einkommen und Sozialleistungen einrechnet. Wer deutlich weniger als 815 Euro im Monat (14 Mal im Jahr) zur Verfügung hat, der gilt als arm. Jeder achte Tiroler kommt in die Nähe dieses Wertes, ist also armutsgefährdet.
"Bei uns ist das Wohnen teuer. Bei uns arbeiten besonders viele Frauen in Teilzeit. Das alles sind Aspekte, die sich negativ auf die Zahl der gefährdeten Personen auswirkt", beschreibt Reheis die spezifische Tiroler Situation. Der Landesrat kündigte am Mittwoch eine Studie über die Ursachen der Armut an. Es ist freilich nicht die erste Armutsstudie in Tirol. Die letzte verschwand nach heftigen Streitereien in der Schublade.
Was die neue Untersuchung bringen soll, ist nicht ganz klar. Denn die Ursachen von Armut sind gut erforscht. Langzeitarbeitslose, AlleinerzieherInnen, Migranten, alleinstehende Pensionisten, Familien mit mehr als drei Kindern – das sind die besonders gefährdeten Personengruppen.
Über eines war man sich bei der Konferenz einig. "Beim Sozialbudget darf nicht gespart werden", warnte Renate Csörgits (SPÖ), Vorsitzende des Sozialausschusses im Nationalrat.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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