Erst diesen Herbst öffnete die sogenannte Lebensschule in Neusiedl am See ihre Pforten, kurz darauf hing schon der Haussegen schief. Nur wenige Wochen hatten es die Direktorin und zwei Lehrerinnen hier ausgehalten. Laut deren Vorwürfen wurden sie sogar zu Putzdiensten eingeteilt und mussten im Kindergarten aushelfen. Die verärgerten Pädagoginnen warfen das Handtuch und kündigten. Seither soll eine ungarische Betreuerin den improvisierten Unterricht leiten. Sehr zum Missfallen der Eltern - ein Kind sei deshalb schon aus der Schule genommen worden, heißt es.
Der Landesschulrat bestätigte nun die Vorwürfe. "Der Betreiberverein hat uns nicht informiert, obwohl die Kündigung des gesamten Personals bereits Tage zurückliegt", stellte Präsident Gerhard Resch fest. Er schaltete sofort die Schulaufsicht sowie einen Juristen ein, um den Beschwerden nachzugehen und die Zustände vor Ort zu prüfen. "Sollte sich an der derzeitigen verfahrenen Situation nicht rasch etwas ändern, sehen wir uns gezwungen, die Schule sperren zu lassen", so die Warnung aus Eisenstadt.
von Karl Grammer, Kronen Zeitung









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