Viele Beschwerden
Verdacht auf Wahlbetrug in Afghanistan
Ausland
10.10.2010 19:18
Knapp einen Monat nach der Parlamentswahl in Afghanistan stehen mehr als 170 Kandidaten unter dem Verdacht des Wahlbetrugs. Wie ein Sprecher der Wahlbeschwerdekommission (EEC) am Sonntag mitteilte, wurden die Vorwürfe gegen sie von der Unabhängigen Wahlkommission (IEC) und von den Sicherheitsbehörden erhoben.
25 der 175 Verdächtigen sind demnach Abgeordnete, die sich zur Wiederwahl gestellt hatten. Sollten sich Fälle von Wahlbetrug bestätigen, würden die Stimmen der betreffenden Kandidaten für ungültig erklärt, sagte der EEC-Sprecher. Ihnen drohe dann ein Prozess.
Der Urnengang am 18. September war von schweren Betrugsvorwürfen und von Gewalt der radikalislamischen Taliban begleitet worden. Nach Angaben der EEC gingen bisher mehr als 4100 Beschwerden zum Wahlablauf ein. Sollten diese sich als berechtigt erweisen, könnten das Einfluss auf das Endergebnis haben, das für Ende Oktober erwartet wird.

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