Vor Wahlen in Burma
Militärjunta will 11.000 Gefangene freilassen
In Burma gibt es nach Angaben der Gefangenenhilfsorganisation AAAP rund 2.200 politische Gefangene, darunter auch Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Sie wird nach Angaben der Behörden definitiv erst nach den Wahlen freigelassen. Ob einer der anderen politischen Gefangenen unter den frühzeitig Entlassenen sein wird, blieb unklar, berichtete die "Myanmar Post" am Sonntag.
Scharfe Kritik an Wahlen bereits im Vorfeld
Die Vereinten Nationen, zahlreiche Regierungen und Menschenrechtsorganisationen haben die Wahlen im Vorfeld schon scharf kritisiert. Die Wahlgesetze ließen keinen fairen und freien Wahlgang zu. So wurde Suu Kyis Partei "Nationalliga für Demokratie", die die Wahlen 1990 haushoch gewonnen hatte, zwangsaufgelöst. Sie hatte sich geweigert, Suu Kyi aus der Partei auszuschließen - eine Bedingung für die Registrierung zur Wahl.
Die Junta behält sich zudem ein Viertel der Sitze im Parlament sowie die Schlüsselpositionen in der Regierung vor. Durch eine horrende Gebühr für die Registrierung jedes Kandidaten sorgte die Junta dafür, dass es sich nur zwei dem Regime nahestehende Parteien leisten konnten, in allen Wahlkreisen Kandidaten aufzustellen.












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.