"Hotel Mama"-Studie

Bulgaren wohnen laut EU am längsten bei den Eltern

Ausland
08.10.2010 13:58
Das "Hotel Mama" wird in der EU am häufigsten von jungen bulgarischen Männern ausgenützt. 61,4 Prozent der 25- bis 34-jährigen Bulgaren leben noch bei den Eltern. Österreich befindet sich mit 30,7 Prozent knapp unter dem EU-Schnitt von 32 Prozent. Am wenigsten halten es die jungen Burschen in Dänemark bei ihren Eltern aus - gerade 2,8 Prozent werden nach einer jüngsten, am Freitag veröffentlichten Auflistung aus dem Jahr 2008 von Eurostat angegeben.

Eindeutig schneller auf eigenen Füßen stehen junge Frauen. Im EU-Durchschnitt leben nur 19,6 Prozent der 25- bis 34-jährigen Frauen noch in der Elternwohnung. Mit 41,6 Prozent liegen Slowakinnen dabei klar an der Spitze, Schlusslicht ist auch hier Dänemark mit 0,5 Prozent.

Bei den 18- bis 24-jährigen Burschen nehmen die Jugendlichen aus Slowenien und Malta mit je 96,7 Prozent das "Hotel Mama" am öftesten in Anspruch. Der EU-Schnitt liegt hier bei 81,5 Prozent, in Österreich bei 75,6. Wiederum sind die dänischen Jugendlichen mit nur 40,4 Prozent jene, die am frühesten die elterliche Wohnung verlassen.

Mädchen schneller bei Mama raus
Die Mädchen von 18 bis 24 leben ebenfalls wesentlich kürzer bei ihren Eltern als die Burschen. Im EU-Schnitt sind es 71,0 Prozent. Slowenien (92,8) und Malta (92,6) liegen dabei an der Spitze, in Österreich sind es nur 66,4 Prozent, und Dänemark erweist sich auch in dieser Kategorie mit nur 27,1 Prozent als das EU-Land mit der größten Zahl an "Nestflüchterinnen".

Fast spiegelgleich dazu sieht die Entwicklung bei den Jugendlichen aus, die in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft leben. In allen EU-Staaten waren die Anteile der Frauen in der Altersgruppe der 18-bis 34-jährigen hier höher als die der Männer. Ein Grund liegt auch darin, dass Frauen im Durchschnitt früher heiraten oder mit einem Partner zusammenziehen als Männer.

 Konkret lebten im EU-Durchschnitt 35,8 Prozent der jungen Männer in dieser Altersgruppe in einer eheähnlichen Gemeinschaft, bei den Frauen waren es 47,6 Prozent. Die Werte für Österreich sind hier 32,7 Prozent für Männer und 46,9 Prozent für Frauen.

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