Todes-Liste gehabt?

Österreicher soll für weitere Morde verantwortlich sein

Ausland
07.10.2010 20:13
Die Ehefrau eigenhändig ertränkt, und für den Mord an seinen Schwiegereltern gezahlt – so weit, wie berichtet, die Vorwürfe der paraguayischen Justiz gegen den gebürtigen Österreicher, der von den gefassten Killern schwer belastet wird (siehe Infobox). Dabei soll Bernhard H. sogar noch drei weitere Opfer auf seiner Todesliste gehabt haben.

Um ihren eigenen Kopf zu retten, scheinen die jüngst geschnappten Auftragskiller frei von der Leber weg zu erzählen. Und machen es dem Strafverteidiger von Bernhard H. umso schwieriger. Zumal die Kriminellen jetzt mit neuen schockierenden Vorwürfen aufhorchen lassen: Laut Insider-Informationen hätten sie nicht nur die Schwiegereltern im Auftrag des gebürtigen Österreichers hingerichtet. 

Der Auswanderer habe in seiner Gefängniszelle in Tacumbú weitere Pläne geschmiedet – und ihnen noch viel mehr Geld angeboten. Um drei weitere Leben auszulöschen!

30.000 Euro für Mord
Allesamt Personen, die im nahen Umfeld des bekennenden Mennoniten in der paraguayischen Kolonie „Neuland“ leben. Nach Angaben der gefassten Auftragskiller hätten diese Menschen zu viel gewusst und für Bernhard H. und dessen Prozess unangenehm werden können. Rund 30.000 Euro soll dem gebürtigen Österreicher dieser Dienst wert gewesen sein.

Während der Verdächtige weiterhin alles bestreitet, haben die Staatsanwaltschaft und auch die rund 1800 Bewohner der Mennonitenkolonie keinen Zweifel an der Schuld des Auswanderers.

Erschreckend: Innerhalb der vergangenen zwei Jahre wurden insgesamt zehn deutsche Auswanderer getötet – für fünf der Morde sollen gebürtige Österreicher verantwortlich sein.

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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